von Redaktion

Messer-Attacke auf Polizisten

Zu dramatischen Szenen kam es am Montag bei einem Großeinsatz der Polizei in Schwabing. Das Präsidium schickte mehr als 50 Beamte, darunter das Sondereinsatzkommando (SEK), nachdem in einem Mehrfamilienhaus eine Bedrohungslage gemeldet wurde. Ein 61-Jähriger behauptete, dass jemand mit einer Waffe vor seiner Tür stehen würde. Vor Ort zeichnete sich ein anderes Bild: Der Anrufer selbst erwies sich als Aggressor. Er stach urplötzlich mehrfach mit einem Messer auf einen SEK-Beamten ein. Einzig die Schutzkleidung des Polizisten, zu der auch ein Kettenhemd gehört, rettete ihn vor schweren Verletzungen. Der Angreifer, der wohl unter einer akuten Psychose litt, hatte um 14.10 Uhr den Notruf gewählt. Als die Polizei eintraf, stand er mit einem Messer im Treppenhaus. Dann verschanzte er sich in seiner Wohnung. Bei der Festnahme kam ein Elektroschockgerät zum Einsatz, doch auch der Taser konnte den Wildgewordenen nicht außer Gefecht setzen. Den Spezialkräften gelang es dennoch, den Täter zu entwaffnen und festzunehmen. Er wurde in eine Fachklinik gebracht. Die Mordkommission ermittelt wegen versuchter Tötung.NAH

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