Prozessauftakt: Samson K. (33) am Mittwoch vor dem Landgericht München. © JANTZ
Im Prozess um einen Messerangriff auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau hat ein 34-Jähriger die Tat vor dem Landgericht München I im Wesentlichen eingeräumt. Samson K. soll im April 2025 im Hasenbergl mindestens 30 Mal auf die Frau eingestochen haben. Er habe an der Wohnung der Ex gewartet und sei mit ihr zur Schule des gemeinsamen Sohnes gelaufen, so die Staatsanwaltschaft. Kurz vor der Schule habe der Mann seine Ehefrau attackiert. Die Justiz wirft ihm versuchten Mord sowie schwere und gefährliche Körperverletzung vor.
In einem von seiner Anwältin verlesenen Statement gab er an, seine Frau habe kurz vor der Tat gesagt, er würde seine Kinder nie wieder sehen, sobald die Scheidung in Kraft trete. Daraufhin habe er auf sie eingestochen. Der Sohn sah alles mit an. Nach der Tat soll der Täter seine Mutter angerufen, ihr per Kamera die verletzte Frau gezeigt und dann gesagt haben, die Sache sei erledigt. Das Paar war seit 2015 verheiratet und hat zwei Kinder. Immer wieder ist es laut Anklage zu häuslicher Gewalt gekommen, bis sich die Frau 2024 trennte. Gegen das Kontaktverbot habe der Mann oft verstoßen. Vor Gericht zeigt K. Reue: Es sei ihm stets nur um die Kinder gegangen. „Ich muss immer an die Tat denken.“ Neun Verhandlungstage sind angesetzt, das Urteil fällt wohl am 17. Februar.DPA