Der Wohnraumbedarf in der Metropole München wächst genauso wie die Pendlerströme. © Axel Haesler
Ein neuer Report des Immobilienverbands Deutschland (IVD) untersucht die Wechselwirkung der Immobilienmärkte in den vier bayerischen Städten München, Augsburg, Ingolstadt und Rosenheim. Ergebnis: In den vergangenen Jahren sei ein „markanter Anstieg“ der Pendlerströme zu verzeichnen – und das habe auch Auswirkungen auf den Mietmarkt der jeweiligen Stadt.
Was zum Beispiel München betrifft, ist Augsburg die Pendlerstadt Nummer eins. Heißt: Insgesamt pendelten 2025 rund 11 000 Augsburger, 3600 Ingolstädter und 3300 Rosenheimer nach München. Für alle drei Städte bedeutet das einen signifikanten Anstieg gegenüber den vergangenen Jahren: im Falle Augsburgs um 57 Prozent im Vergleich zu 2013, in Ingolstadt um 60 Prozent und in Rosenheim um 52 Prozent. Die Anzahl der Auspendler aus München nach Augsburg und Ingolstadt betrug dem IVD zufolge im Vorjahr rund 2100 beziehungsweise 1700 Personen, ihren Arbeits- oder Ausbildungsplatz in Rosenheim haben rund 1300 Münchner.
Der Münchner Mietmarkt bleibt unterdessen angespannt. Besonders kleine, bezahlbare Wohnungen sowie familiengerechte 3- bis 4-Zimmer-Einheiten sind stark nachgefragt, wodurch der Druck auf die Mietpreise weiter zunimmt, heißt es vom IVD Süd. Verstärkt werde der Nachfrageüberhang durch den anhaltenden Trend, dass sich immer mehr Haushalte vom Kauf- in den Mietmarkt verlagern. Die sinkende Zahl an Baugenehmigungen deutet laut IVD darauf hin, dass sich die Situation in den kommenden Jahren weiter zuspitzen könnte. Während der Neubau stagniert, steige der Wohnraumbedarf in den wirtschaftlich starken Regionen Bayerns stetig an. Dadurch wachse das Risiko von Engpässen auf dem Wohnungsmarkt.MM