Hunde und Kinder sollte man in der Münchner Fußgängerzone gerade nicht unter Bäumen spielen lassen. Denn seit Ende November geht es dort giftig zu. Mit der Pflanzung neuer Robinien an der Herzog-Max-Straße wurden da auch Gift-Köder gegen Nager ausgelegt. Die Ratten sind in der Innenstadt teils zum großen Problem geworden. Die Nahrungsversorgung ist dort ausgezeichnet – und auch in den zahlreichen Baustellen fühlen sie sich wohl.
Seit Anfang 2026 gelten verschärfte Regeln und modernisierte Strategien zur Nagerbekämpfung. So dürfen Privatleute keine Giftköder mehr auslegen. Allerdings muss man die Behörden bei Rattensichtungen informieren. Dafür hat die Stadt das Servicetelefon „Rein & Sauber“ eingerichtet, wo man unter 089/233 96296 Verschmutzungen und Nager melden kann. Die Landeshauptstadt setzt Giftköder auf öffentlichem Grund auch nur noch bei einem konkret nachgewiesenen Befall ein, um die Umweltbelastung zu minimieren. Zusätzlich kommen digitale Köderboxen zum Einsatz. Sie werden mit ungiftigen Ködern bestückt und melden, wie viele Ratten tatsächlich in der Gegend sind. Ratten gelten als Krankheitsüberträger.GW