Die Insolvenz des Herrenmode-Kaufhauses Wormland hat nun auch für München direkte Folgen: Die Filiale am Marienplatz hat seit gestern dauerhaft geschlossen. Das Haus am Marienplatz 28 galt als Flaggschiff von Wormland. Das Unternehmen hatte dort vier Etagen gemietet, insgesamt rund 1500 Quadratmeter. Die hohen Mietkosten hätten den Standort jedoch langfristig wirtschaftlich untragbar gemacht – ein wesentlicher finanzeller Belastungsfaktor für Wormland.
Zwar seien in einem Investorenprozess mehrere Angebote eingegangen, allerdings habe es keine Einigung zwischen den Interessenten und den Vermietern für die Übernahme aller oder einzelner Mietverhältnisse gegeben, heißt es jetzt in einer Pressemitteilung. Deshalb habe der vorläufige Gläubigerausschuss nun die Schließung von Wormland beschlossen. Das zuständige Amtsgericht Osnabrück hat nun das beantragte Insolvenzverfahren eröffnet.
Insgesamt acht Wormland-Filialen werden nicht mehr geöffnet – nur die Geschäfte in Hannover und Oberhausen müssen noch nicht sofort schließen. Dort sollen die Warenbestände abverkauft werden. Allen 250 Mitarbeitern und den Vermietern der Ladenflächen muss laut Pressemitteilung gekündigt werden. Ein Nachfolger als Mieter für den Münchner Standort am Marienplatz soll bereits in den Startlöchern stehen: der Schweizer Schoko-Gigant Lindt & Sprüngli.FWE