Die beiden Löcher an der Haltestelle wurden gesperrt.
Am Tramwartehäuschen am Leonrodplatz brach plötzlich der Boden ein. © Markus Götzfried (2)
Eine Szene wie im Horrorfilm: Eine Frau wartet an der Haltestelle, plötzlich tut sich unter ihr ein Loch auf und die Frau stürzt halb hinein.
Wie eine Polizeisprecherin sagte, wollte die Frau am Donnerstagvormittag an der Haltestelle am Leonrodplatz an der Dachauer Straße in eine Straßenbahn steigen. Genau in diesem Moment soll die Bodenplatte weggebrochen und die Frau mit einem Bein in den Untergrund gestürzt sein. Sie habe sich Verletzungen unbekannter Art zugezogen, hieß es. Zur Abklärung kam sie in ein Krankenhaus.
Die Polizei nahm eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen auf. Ein weiteres Loch entstand am gegenüberliegenden Tramwartehäuschen. Die betroffenen Bereiche wurden gesperrt. Laut den Münchner Stadtwerken (SWM) ist noch nicht bekannt, warum der Boden abgesunken ist. Baumaßnahmen der Stadtwerke gibt es dort aktuell nicht.
Der Tram-Verkehr auf den Linien 20/21 lief zunächst mit reduzierter Geschwindigkeit weiter. Am Nachmittag wurde er unterbrochen, um die Löcher mit Beton zu verfüllen. Zwischen Leonrodplatz und Westfriedhof gab es Schienenersatzverkehr.
Erst im Herbst waren in Laim im Baufeld der Westtangente Hohlräume im Boden im Bereich eines U-Bahnbauwerks in der Gotthardstraße festgestellt worden. Zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer war damals ein Abschnitt der Fürstenrieder Straße gesperrt worden.RHO