Wirte lehnen Eintritt für die Wiesn ab

von Redaktion

Wirt und Dehoga-München-Chef: Christian Schottenhamel. © Sven Hoppe/dpa

Eintritt für die Wiesn – das schlägt Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbunds, vor. „Bei Veranstaltungen wie dem Oktoberfest müssen wir darüber nachdenken, ob Bier die Haupt-Kalkulationsgrundlage für alle Kosten sein kann“, hatte er der „Augsburger Allgemeinen“ gesagt. Denn: „Oktoberfest-Besucher tragen durch ihren Bierkonsum dazu bei, dass die Kosten, die dieses Fest verursacht, finanziell getragen werden können.“ Dazu gehöre etwa der Aufbau der Zelte, aber auch die Bezahlung der Bands oder des Personals. Eintrittsgelder seien eine alternative Finanzierungsmöglichkeit.

Die Wiesn-Wirte halten nichts davon. „Wenn man das Fest kaputtmachen will, kann man Eintritt verlangen“, sagte Christian Schottenhamel am Dienstag auf Anfrage. Er ist gemeinsam mit Peter Inselkammer (Armbrustschützenzelt) Sprecher der Wirte. Inselkammer: „Die Brauereien werden trotzdem die Preise fürs Bier erhöhen.“ Daher würde ein Eintrittsgeld den Oktoberfest-Besuch nicht günstiger machen, ist er überzeugt.

Auch Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) erteilte dem Vorstoß eine klare Absage. „Das Oktoberfest ist ein Volksfest und kein Freizeitpark“, sagte der Wirtschaftsreferent der Deutschen Presse-Agentur (dpa).RMI

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