Experiment mit der Eisbachwelle

von Redaktion

Die Eisbachwelle soll stabil gehalten werden. OB Dieter Reiter war gestern vor Ort. © LHM

Die Eisbachwelle soll wieder zum Laufen gebracht werden. Nach der Bachauskehr im Herbst war sie verschwunden. Wie gelingt es, sie zurückzuholen? Daran arbeiten die Surfer aktuell gemeinsam mit der Stadt. Ein erster offizieller Versuch der Surfer fand gestern statt. Dabei kamen Hilfsmittel zum Einsatz, die mit einem Seil im Wasser platziert wurden, wie ein Video zeigt.

Vor Ort mit dabei war Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Sein Eindruck: „Das schaut zum Teil schon gar nicht so schlecht aus.“ Er wünschte den Beteiligten viel Glück, dass sie es schaffen, die Welle stabil zu halten. Reiter hatte die Wiederherstellung zur Chefsache erklärt.

Zwischenzeitlich hatten sich auch Wissenschaftler aus München und Hamburg mit dem Thema befasst – bislang blieb der Durchbruch jedoch aus. Nun soll der Versuch dafür sorgen, die Welle zurückzubringen. Die Verantwortung und damit auch die Haftung sollen die Surfer selbst übernehmen, genauer gesagt die Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM) und der Surfclub München. Schon während des Versuchs soll Surfen möglich sein.

Reiter kündigte an, zusammen mit der Verwaltung daran arbeiten zu wollen, einen rechtlichen Rahmen für das Surfen am Eisbach zu erarbeiten. Denn die Frage bleibt: Wer haftet bei Unfällen? Im April 2025 war eine 33-jährige Surferin ums Leben gekommen. Danach trat eine Allgemeinverfügung in Kraft, die jegliche Hilfsmittel im Wasser verbot, um die Welle künstlich zu stabilisieren.LIM

Artikel 6 von 11