Das Projektteam um Sebastian von Arx (re.).
Spezifische Fragen zur Stadtpolitik: Der München-O-Mat ist an digitalen Endgeräten aufrufbar. © BDKJ (2)
Wer bei der Kommunalwahl am 8. März noch unentschlossen ist, bekommt jetzt digitale Hilfe: Der München-o-Mat will die Entscheidung erleichtern – seit gestern ist das Tool online. Es funktioniert nach dem Prinzip des Wahl-o-Mats der Bundeszentrale für politische Bildung, allerdings mit münchenspezifischen Fragestellungen. So können Nutzerinnen und Nutzer herausfinden, welche Positionen der verschiedenen Parteien am ehesten mit den eigenen übereinstimmen.
Dazu müssen Nutzer insgesamt 35 Fragen (Thesen) beantworten – unter anderem aus den Bereichen Umwelt, Verkehr, Digitalisierung, Bildung, Soziales und Wohnen. Gefragt wird beispielsweise nach der Haltung zu einem Böllerverbot in der Innenstadt, zu den Klimazielen der Stadt, einem kostenlosen öffentlichen Nahverkehr oder den Open Spaces der IAA in der Innenstadt. Die Nutzer können jeder Frage zustimmen, sie ablehnen oder neutral bewerten. Zusätzlich liefert ein Infoknopf weiterführende Informationen und Quellen zu den einzelnen Fragestellungen. Wer will, kann sich alle Fragen auch in einfacher Sprache ausgeben lassen.
Am Ende können bestimmte Themenbereiche besonders gewichtet werden. Anschließend zeigt der München-o-Mat eine Rangfolge der Parteien an – je nachdem, wie groß die Übereinstimmung mit den eigenen Antworten ist. Berücksichtigt werden alle 14 Parteien und Wählergruppen, die zur Kommunalwahl zugelassen sind.
Um die Positionen der Parteien zu ermitteln, ließen die Macher alle 35 Fragen im Vorfeld ebenfalls von den Parteien beantworten. Deren Antworten zu den einzelnen Thesen lassen sich in einem Dokument auf der Website des München-o-Mats nachlesen: „Die ergänzenden Begründungen geben vertiefte Einblicke in die Standpunkte“, erklärt Sebastian von Arx von den Machern des Projekts.
Er leitet es gemeinsam mit drei weiteren Ehrenamtlichen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die Idee war, vor allem jungen Menschen Orientierung bei der Wahlentscheidung zu bieten und politische Themen verständlich und greifbar zu machen. Hauptzielgruppe sind Jung- und Erstwähler. Der München-o-Mat richtet sich jedoch an alle Münchnerinnen und Münchner, betont von Arx: „Die Grundidee war, es für alle relevant und interessant zu machen.“
Hinter dem Projekt steht der BDKJ, gefördert wurde es unter anderem von der Stadt München. Die 35 Fragen erarbeitete eine Gruppe Freiwilliger in einem Workshop, bestehend aus zehn Jung- und Erstwählern. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem von der Münchner Fachstelle für Demokratie.
Wer es selbst ausprobieren will, das Tool finden Sie online unter www.bdkj-muenchen.de/muenchen-o-mat/.LIM