Wasserschaden bei der Feuerwehr

von Redaktion

Erst das Feuer – jetzt das Wasser! Es scheint ein Fluch über der Freiwilligen Feuerwehr Freimann zu liegen. 2017 brannte ihr Gerätehaus ab. Die Stadt München ließ ein neues Gerätehaus bauen – für mehr als acht Millionen Euro. Jetzt können die Feuerwehrleute da nicht einziehen. Der Grund: ein Wasserschaden.

Im Oktober 2025 hätten die Einsatzkräfte in den Neubau in der Heinrich-Groh-Straße einziehen sollen. Daraus wurde erst mal nichts. Offenbar wurde beim Bau gepfuscht: „Im dritten Quartal 2025 wurden Fußbodenheizschleifen im zweiten Obergeschoss beim Endausbau beschädigt“, sagte ein Sprecher des zuständigen Baureferats auf Anfrage. „Infolgedessen kam es bei der Inbetriebnahme der Heizung zum Wasseraustritt unterhalb des Estrichs.“

Wasser Marsch bei der Feuerwehr – mit großen Folgen. „Es mussten Teile des Estrichs mit Dämmung abgebrochen werden“, so der Sprecher des Baureferats. „Dazu musste der Innenausbau des Holzbaus teilweise rückgebaut werden, um Baufreiheit zu erhalten. Danach werden Dämmung, Estrich und Heizleitungen neu eingebracht, daran anschließend erfolgt der erneute Innenausbau.“ Das Ganze soll noch bis zum Sommer dieses Jahres dauern. Bedeutet: Stand jetzt können die Feuerwehrler in Freimann erst im dritten Quartal in ihr neues Gerätehaus einziehen – das ist dann rund ein Jahr später als geplant.

Der verheerende Brand hatte 2017 einen Millionenschaden hinterlassen. Unter anderem wurden drei Fahrzeuge beschädigt, die Schutzausrüstung von 45 Einsatzkräften war zerstört. Nach dem Feuer zog die Abteilung Freimann in einen Containerbau an der Freisinger Landstraße. Dort wird sie bis Herbst noch bleiben müssen.

CSU-Stadtrat und Feuerwehrmann Jens Luther: „Es ist bedauerlich, dass es der Stadt nicht gelingt, einen Wasserschaden zeitnah so zu regulieren, dass Gebäude der kritischen Infrastruktur auch planmäßig genutzt werden können. Ich erwarte, auch als Feuerwehrler, dass es hier zu einer schnellen Lösung kommt und die Abteilung Freimann endlich ihr neues zu Hause nutzen kann.“

Ob‘s doch schneller geht – unklar. Genau wie die Frage, wer für den Wasserschaden überhaupt aufkommt. „Die Klärung der Haftungsfrage ist noch nicht abgeschlossen“, so das Baureferat.THOMAS GAUTIER

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