Schleichweg ins Stadion

von Redaktion

Unsere Reporter schlagen sich per Bus zur Allianz Arena durch

Reporterin Nova Rehfeld hat sich gestern zusammen mit ihrem Kollegen Jonathan Weller ohne U-Bahn zur Allianz Arena durchgeschlagen. © Rehfeld, Weller

Ob der Angriff des FC Bayern morgen (20.45 Uhr) in der Allianz Arena gegen Leipzig ins Rollen kommt, können wir nicht versprechen. Sicher ist dagegen mittlerweile, dass das Pokalspiel stattfinden wird. Trotz Verdis Streik-Ankündigung wird die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die U-Bahn zum Stadion nach Fröttmaning im Sonderbetrieb fahren lassen. Wir haben uns dennoch die Frage gestellt, wie man ohne U-Bahn öffentlich zum Stadion kommen kann – und haben es versucht.

Unsere Reporter Jonathan Weller und Nova Rehfeld haben sich mit dem Bus vom Frankfurter Ring aus durchgeschlagen. Schließlich ist die Hälfte der Busflotte morgen wohl im Einsatz, weil die von privaten Busunternehmen kommt – und die streiken nicht.

Klar ist aber: Per Bus ist es mühsam. Nicht nur, weil es laut Wettervorhersage bei etwa fünf Grad regnen wird und die Kapazität von Bussen deutlich niedriger ist als die der U-Bahnen, sondern auch, weil‘s dauert! Zuerst nehmen unsere Reporter den 178er Richtung Freimanner Hölzl (alle 20 Minuten) und fahren zwölf Stationen bis zum Kieferngarten. Wenn alles glatt geht, braucht man 16 Minuten. Von der Busstation Kieferngarten läuft man 25 Minuten, wenn man gut zu Fuß unterwegs ist. 30 Minuten sind es offiziell laut Google Maps.

Die zweite Variante mit einem Umstieg – auf dem Rückweg vom Stadion in die Stadt – geht so: Erst einmal laufen unsere Reporter 20 Minuten zur Wallenerstraße (ebenfalls wieder flott). Dann mit dem 181er-Bus, der Sie allerdings im Regen stehenlassen kann, wenn es in die Verlängerung geht: Er fährt um 23.03 Uhr, 23.16 Uhr, um 23.33 Uhr und um 23.46 Uhr. Dann ist Abpfiff – kein Bus mehr. Wir sind aber optimistisch und kriegen einen 181er. Der bringt uns in zehn Minuten zur Studentenstadt, anschließend steigen wir um in den 177er Richtung Petuelring – und am Frankfurter Ring aus.

Fazit: Wer nicht so gut zu Fuß unterwegs ist oder kein Handy zur Orientierung und zum Checken der Verbindungen hat, kann unsere Route wohl nicht bewältigen. Für den Hinweg ab Frankfurter Ring brauchten unsere Reporter insgesamt eine Dreiviertelstunde, für den Rückweg rund 50 Minuten. Eine wirklich attraktive Alternative zum Sonderbetrieb der MVG ist diese Route also eher nicht.

Ins Abseits manövriert hat sich Verdi mit dem Streik übrigens bei den Innenstadt-Händlern. CityPartner-Chef Wolfgang Fischer wettert: „Bei den Geschäften und in der Gastronomie herrscht völliges Unverständnis. Der Innenstadt gehen viele Touristen verloren, die sich hier vor dem Spiel aufgehalten hätten. Eine Katastrophe nicht nur für die Inhaber, sondern auch deren Angestellte!“N. REHFELD, J. WELLER

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