Ein Rund-um-die-Uhr-Supermarkt an der Dachauer Straße sorgt für Ärger bei den Anwohnern der nahen Franz-Fihl-Straße. Sie beklagen, dass sich der 24/7-Laden zu einem nächtlichen Anziehungspunkt für Jugendliche entwickelt habe, die bis spät in die Nacht vor den Häusern feiern. Das beschäftigte auch den Bezirksausschuss (BA) Moosach. Bereits zuvor waren im Stadtteilbüro und bei der Polizei Beschwerden eingegangen.
Immer wieder werde lautes Grölen auf der Straße beobachtet. Dazu Motorenlärm von teuren Autos, die kurz anhalten und wieder davonfahren, so die Klagen der Anwohner. Am Morgen biete sich regelmäßig das gleiche Bild: leere Ginflaschen, Einweg-Verpackungen von Snacks und Essensresten auf den Gehwegen und Fahrbahnen, dazu verstreut zurückgelassene Lachgas-Kartuschen. Nachbarn berichten, dass der Müll auch in privaten Vorgärten lande.
Die Antragstellerin und weitere Anwohner fragen sich, wie ein derartiger 24-Stunden-Betrieb mitten in einem Wohngebiet zugelassen werden konnte. Ihrer Auffassung nach gehören solche Geschäfte in ein Gewerbegebiet. Die Anwohnerin bittet auch darum, die Polizei möge – insbesondere nachts – häufiger kontrollieren. Streifenfahrten fänden zwar statt, doch aus Sicht der Nachbarschaft ändere das wenig an der grundsätzlichen Problemlage.
Florian Simonsen (SPD) sagte zu, das Anliegen an die Bezirksinspektion weiterzugeben. Er wies jedoch auf die begrenzten Einflussmöglichkeiten des BA hin. Der Gremiumschef Wolfgang Kuhn (SPD) regte an, den Betreiber direkt zu kontaktieren, und bedauerte, „dass manche Vermieter die Auswirkungen der gewerblichen Nutzung auf das Wohnumfeld offenbar in Kauf nehmen“.FRANCESCA DI MAGGIO