So kommen Sie durch

von Redaktion

Siko: 5000 Polizisten im Einsatz – Zehn Demos am Samstag

Greenpeace demonstrierte am Marienplatz und auf einem Kran gegen Trump und Putins Klima-Kurs.

Das Gebiet rund um den Bayerischen Hof ist abgesperrt. © RONALD WITTEK/epa, Kay Nietfeld/dpa, FARIHA FAROOQUI/EPA

Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (Siko) läuft – und die Stadt steht teils still. Sperrungen, Sicherheitsbereiche, Flugverbotszonen: 5000 Polizisten sind im Einsatz, wenn die erwarteten über 60 Staats- und Regierungschefs bis Sonntag über aktuelle Themen der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik debattieren. Parallel werden insgesamt wohl zehntausende Menschen auf die Straße gehen. Und dann ist ja auch noch Faschingsendspurt. Eine Geduldsprobe für die Münchner. Hier erklären wir, wie Sie gut durch das Siko-Chaos kommen.

Obwohl US-Präsident Donald Trump und Russlands Machthaber Wladimir Putin nicht an der Siko teilnehmen, sah man sie am Freitagvormittag am Marienplatz. Greenpeace-Aktivisten hatten mit überlebensgroßen Skulpturen der Politiker für eine europäische Energieunabhängigkeit demonstriert. Bereits gegen 6.30 Uhr gab es eine laut Polizei unangemeldete Aktion von neun Greenpeace-Aktivisten. Sie kletterten über einen Bauzaun am Marienhof und sechs stiegen auf einen Baukran und hängten in etwa 60 Metern Höhe ein Banner mit der Aufschrift „Break free from Tyrants“ („Befreie dich von Tyrannen“) auf. Gegen 9.30 Uhr beendeten die Aktivisten die Aktion freiwillig.

Wegen der Sperrungen rund um den Bayerischen Hof am Promenadeplatz und in den angrenzenden Straßen werden bis Sonntag, etwa 16.30 Uhr, auch Trams umgeleitet. Die Linie 19/N19 fährt zwischen Hauptbahnhof Süd und Maxmonument via Sendlinger Tor und Isartor. Über diese Stopps pendelt auch die Tram 21 zwischen Hauptbahnhof Nord und Max-Weber-Platz. Alle Infos gibt‘s online unter mvg.de/siko. Am Wochenende das Auto zu nutzen, davon rät die Polizei wegen vieler Einschränkungen und kurzzeitiger Sperrungen übrigens ab.

Zehn Versammlungen mit Siko-Bezug seien für diesen Samstag angemeldet, teilt eine Sprecherin des Kreisverwaltungsreferats (KVR) auf Anfrage mit. Die bei Weitem größte dürfte der Verein „The Munich Circle“ initiiert haben. Für den Protest gegen das Mullah-Regime im Iran auf der Theresienwiese wurden 100 000 Personen angemeldet. Vor ziemlich genau einem Jahr kamen bei der Mega-Demo gegen Rechtsextremismus 250 000 Leute auf die Theresienwiese. Diesen Samstag gibt es dort keine Parkmöglichkeiten – und auch das Ein- und Aussteigenlassen ist dort nicht möglich. Die Polizei rechnet damit, dass Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet und Europa anreisen und sie empfiehlt, den kostenfreien Parkplatz an der Messe (Zufahrt über Paul-Henri-Spaak-Straße, Tor 14) zu nutzen und von dort etwa mit den U-Bahn-Linien 2 und 5 in die Stadt zu fahren.

Am Samstag ab 12.30 Uhr plant das „Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz“ eine Kundgebung samt Menschenkette zwischen Stachus und Marienplatz. Dafür sind 4000 Leute angemeldet. Für Sonntag ist laut KVR nur eine Siko-Demo angemeldet (gegen das Staatsoberhaupt Jemens, 11 Uhr am Lenbachplatz).

Am selben Tag startet der traditionelle Straßenfasching. Am Stachus (12 bis 18.30 Uhr) heizt DJ Champagne den Narren ein und am Marienplatz (14.30 bis 18.15 Uhr) spielen die aus dem Hacker-Wiesnzelt bekannten Cagey Strings. Am Dienstag, wenn die Siko längst rum ist, tanzen um 11 Uhr zum Gaudi-Finale die Marktweiber am Viktualienmarkt.F. WEBER, R. MITTERMEIER

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