Überall Störungen

von Redaktion

MVG-Streik bei Bus, Tram und U-Bahn

Wer am Samstag in München auf U-Bahn, Tram oder Bus angewiesen ist, der benötigt Geduld. Die Gewerkschaft Verdi ruft zum Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr auf. Auch am Freitag wurde bereits gestreikt. „Wir schätzen, dass 85 Prozent der Beschäftigten nicht zur Arbeit erschienen sind“, berichtete Haris Softić von Verdi gestern. Zwar seien die Arbeitgeber inzwischen besser auf den Streik vorbereitet. Aber: „Wir sind sehr zufrieden und schwer beeindruckt.“

Die Auswirkungen des Streiks für die Fahrgäste waren gestern etwas geringer als an vorherigen Warnstreiks. „Wir sind froh, dass wir viel auf die Beine stellen konnten“, sagte ein Sprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). „Es waren mehr Mitarbeiter im Dienst, als an den vergangenen Streiktagen.“ Die U-Bahn fuhr auf einigen Streckenabschnitten und auch zwei Tram-Linien wurden bedient. Bei den Bussen war auf allen Linien rund die Hälfte der Fahrzeuge im Einsatz. Es gab jedoch überall Einschränkungen.

„Wir haben einen Notfallplan“, betonte der MVG-Sprecher. Trotzdem sei es schwierig vorauszusagen, wie der Betrieb heute laufen werde. „Jeder Streiktag ist eine Überraschung“, sagte er. Die Personalsituation würde sich innerhalb eines Tages laufend verändern, die Mitarbeiter in der Disposition müssten kurzfristig darauf reagieren. „Wir schauen, auf welchen Linien die Nachfrage am stärksten ist und wo es keinen alternativen Parallelverkehr gibt“, erklärte der MVG-Sprecher. Diese sollen am schnellsten wieder bedient werden. Der Streik bei U-Bahn, Tram und Bus dauert in der Nacht auf Sonntag bis 3.30 Uhr. Nicht betroffen sind die S-Bahn sowie Regionalbahnen und Regionalbusse.

Fest steht zudem: Die Eröffnung des ersten Abschnitts der Tram-Westtangente findet heute wie geplant statt. „Für den ersten Betriebstag sind alle Dienste sicher besetzt“, berichtete der MVG-Sprecher. Am Mittag startet die Tram 14 den Linienbetrieb zwischen Pasing und dem Gondrellplatz.CLA

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