Mordkommission ermittelt am Harras

von Redaktion

Fußgänger (59) wird von Auto umgefahren und schwerst verletzt – War es Absicht?

Zu dem Unfall kam es an der Bushaltestelle. © Götzfried (2)

Vor Ort wurden Spuren, etwa Bluttropfen, gesichert.

Zu dramatischen Szenen ist es am Mittwochmorgen im Berufsverkehr am Harras gekommen. Laut Polizei gerieten um kurz nach 8 Uhr ein Autofahrer und ein Fußgänger in Streit. Und zwar so heftig, dass kurz darauf die Mordkommission mit einem großen Team der Spurensicherung an der Plinganserstraße anrücken musste. Der Vorwurf: versuchte Tötung. So wird der Autofahrer verdächtigt, seinen Kontrahenten mit voller Absicht umgefahren zu haben. Der Fußgänger (59) wurde bei der Kollision schwerst verletzt und musste notoperiert werden.

Der Unfallfahrer konnte mittlerweile geschnappt werden. Dabei handelt es sich um einen 50-jährigen Mazedonier, der in München lebt und mit einem Nissan-Kleintransporter in Sendling unterwegs war. Laut Polizeisprecher Thomas Schelshorn war die Sofortfahndung schon um 11 Uhr erfolgreich. „Der Pkw wurde sichergestellt.“ Nun müssen die Ermittler des Kommissariats 11 klären, was der Grund für den Streit war. Und ob der Mazedonier seinen Wagen in der Situation als Waffe genutzt hat.

Personen, die Zeugen der Auseinandersetzung geworden sind, werden unter Telefon 089/29 100 gebeten, sich im Präsidium zu melden. Auch, wenn sie Fotos oder Filmaufnahmen des Streits gemacht haben. Zu dem Unfall kam es direkt an der Bushaltestelle Am Harras, der Bereich wurde für mehrere Stunden abgesperrt. Auf der Straße waren neben Blutspuren auch persönliche Gegenstände zu sehen. Wie es aus dem Präsidium heißt, war der Geschädigte vielfach polizeibekannt.NAH

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