Jeder einzelne Unfall steht für ein Schicksal: Auf den Straßen der Landeshauptstadt haben im vergangenen Jahr 31 Münchner ihr Leben verloren. Das sind zwölf Verkehrstote mehr als 2024, was einen Anstieg um 63,2 Prozent bedeutet. Eine Zahl, die Christian Huber, Vizepräsident der Polizei, eingeordnet hat. „Das ist der höchste Wert seit zehn Jahren“, erklärte er bei der Vorstellung der Verkehrsstatistik für 2025.
Beim überwiegenden Teil der Verkehrstoten handelte es sich um ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger (12) und Radfahrer (6). Anders als noch 2024, als kein Motorradfahrer starb, gab es 2025 sechs tote Biker zu beklagen. Huber hob hervor, dass drei Verkehrstote in Zusammenhang mit missachteten roten Ampeln stehen. Die Polizei habe den Eindruck, dass für viele Autofahrer „Rotlicht nur einen Empfehlungscharakter hat“. Entsprechend stärker will das Präsidium kontrollieren. Insgesamt gab es im Vorjahr 52.246 Unfälle in Stadt und Landkreis, was einem Plus von fünf Prozent entspricht. Jeden Tag wird die Polizei im Durchschnitt zu 143 Kollisionen gerufen. 7632 Männer und Frauen wurden verletzt, 589 davon schwer. Es gab mehr und schwerere Unfälle, deutlich mehr Unglücke mit Pedelecs (um 20,2 Prozent auf 612) und E-Scootern (um 28,1 Prozent auf 639). Es gibt zwar weniger, dafür schlimmere Raser. Heißt: Die Zahl der verhängten Fahrverbote stieg von 3298 auf 4128. Der traurige Rekord liegt bei 133 km/h im Tempo-50-Bereich. Für Huber gibt es einige Gründe für den Anstieg der Zahlen: München habe ein komplexes Verkehrsaufkommen. Es gibt mehr Bürger, mehr Zulassungen und mehr Pendler.NAH