Ärger für OB Reiter geht weiter

von Redaktion

Der Rathaus-Chef steht wegen FC-Bayern-Job und N-Wort in der Kritik

OB Dieter Reiter steht unter Druck. © Franz Feiner, IMAGo

Die Vorwürfe gegenüber OB Dieter Reiter (SPD) reißen nicht ab. Nun will die Linke wissen, ob der Rathaus-Chef für seine Aufgabe als Verwaltungsbeirat beim FC Bayern München Geld erhalten hat und sich daher den Posten vom Stadtrat hätte genehmigen lassen müssen. Die Debatte über Reiters Nebentätigkeit im Aufsichtsrat des Rekordmeisters habe gezeigt, dass ein kritischer Blick auf den OB angebracht ist, schreibt Linken-Fraktionschef Stefan Jagel.

Reiter schrieb am Donnerstag, diese Tätigkeit übe er seit 2016 aus, zunächst ehrenamtlich. Seit 2021 werde sie mit 20 000 Euro im Jahr vergütet, die er angegeben und versteuert habe. „Dass dadurch eine Genehmigung des Stadtrats notwendig gewesen wäre, war mir nicht bewusst“, sagt Reiter.

Dem Oberbürgermeister steht aber noch weiterer Ärger ins Haus. Denn der Verein Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern hat den Rathaus-Chef um eine Stellungnahme gebeten. Reiter soll in der Vollversammlung beim Umblättern der Tagesordnung gesagt haben: „So, wo samma, sagen die Neger.“ Das stammt aus einem Kabarettstück von Fredl Fesl. Allerdings hat der Stadtrat das N-Wort als rassistisch anerkannt.

Reiter entschuldigt sich am Donnerstag: Das Wort sei ihm spontan über die Lippen gekommen. „Es lag mir in keiner Weise daran, Menschen zu verletzen. Wenn sich durch meine Worte jemand herabgesetzt gefühlt hat, bedaure ich das ausdrücklich und bitte dafür um Entschuldigung.“SKA

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