Drohne startet, Feuerwehr stellt automatisierte Drohne vor. © Oliver Bodmer/Oliver Bodmer
Stellten das Drohnen-Projekt vor (von li.): Landrat Christoph Göbel, Hanna Sammüller, Leiterin des KVR, und Feuerwehr-Chef Wolfgang Schäuble. © Bodmer (3)
Die Feuerwehren von Berlin, Frankfurt und Hamburg schauen derzeit gespannt zu uns: Denn hier läuft ein sechsmonatiges Pilotprojekt, das bundesweit Schule machen könnte. Seit Dezember arbeitet die Münchner Berufsfeuerwehr mit zwei automatisierten Drohnen, die bei Alarmierungen mitausrücken. Nun wurde die Luftflotte um eine dritte Drohne für den Landkreis München erweitert. Der große Vorteil dieser Flugroboter: Sie sind immer die Ersten am Einsatzort.
„Mit der automatisierten Drohne gewinnen wir wertvolle Minuten“, sagte Landrat Christoph Göbel gestern bei der Projektvorstellung. „Diese Zeit kann im Ernstfall entscheidend sein.“ Die Landkreis-Drohne wird in Heimstetten stationiert, in München stehen die Stationen auf dem Dach der Feuerwachen in Schwabing und Ramersdorf. Wie Daniel Hoppe von der Firma Sky Flow erklärte, benötigen die Geräte 30 Sekunden, um abflugbereit in der Luft zu schweben. Die erste Aufgabe am Einsatzort: ein Lagebild liefern.
Bei 29 Einsätzen waren die Drohnen seit Dezember mit am Start und haben 294 Kilometer zurückgelegt. Sollte die Feuerwehr an dem System festhalten, könnte es künftig direkt mit dem Programm der Einsatzzentrale verbunden werden. Die Kosten für das Pilotprojekt belaufen sich auf rund 50.000 Euro.
Ebenfalls in der Luft über München: die blau-gelben Drohnen der Polizei. Bislang verfügt sie über acht Geräte, die je nach Bedarf per Hand gesteuert werden.NADJA HOFFMANN