Ein Herz für Tiere: Uschi Ackermann (li.) mit Intendantin Christiane Brammer und Mops Willy. © Astrid Schmidhuber
Nie ohne meinen Mops! Das gilt auf jeden Fall für Uschi Ackermann, wohl Deutschlands bekannteste Mops-Besitzerin, die es einst sogar schaffte, dass ihr Sir Henry auf Haribo-Packungen Werbung machte! Bellt irgendwo ein Mops, ist Uschi nicht weit. So auch jetzt im Hofspielhaus an der Falkenturmstraße. Dort bringt Intendantin Christiane Brammer das Musical „Lady Hotdog“ auf die Bühne. Drei Hunde erkämpfen sich mit List und Tücke (und viel Musik) die Freiheit. Ein unterhaltsames Stück mit einer wichtigen Botschaft: „Wir müssen mehr Herz für Tiere haben“, plädiert Uschi Ackermann, die für das Stück fleißig die Werbetrommel rührt, Broschüren verteilt und die Premiere am kommenden Dienstag mit prominenten Gästen organisiert.
Auch dann mit dabei: ihr Mops Willy. Der darf nicht fehlen, allerdings: „Er schnarcht immer so“, gibt Ackermann zu. Außerdem ist er blind und taub. „Und er hatte zwei schwere Krankheiten, zwei Tumore und ist letztes Jahr operiert worden.“ Dass die Käfer-Witwe (Ackermann war mit Feinkost-König Gerd Käfer verheiratet) so offen über die Krankheiten spricht, hat einen Grund: „Ich kann nur raten, eine Tierkrankenversicherung abzuschließen.“ Sie selbst hat „schon den Wert eines Kleinwagens“ in ihren Willy und seine Operationen investiert. Doch das spielt für sie keine Rolle. Willy hat sie einst aus dem Tierheim gerettet, das würde sie jederzeit wieder tun, egal, auch oder gerade weil die Tiere dort nicht perfekt sind. „Für mich sind das Glücksmomente, wenn ich wieder ein Tier retten kann“, sagt sie.
Auch Intendantin Christiane Brammer ist Mops-verrückt: „15 Jahre war mein Mops Milou mein Begleiter, immer treu und liebenswert, er liebte die Mondscheinsonate. Dieses Musical ist allen Tieren auf dieser Welt gewidmet“, sagt sie. Und verspricht: von jeder gekauften Karte geht ein Euro ans Tierheim. Uraufführung ist am kommenden Dienstag im Hofspielhaus, Falkenturmstraße 8, 20 Uhr.MARIA ZSOLNAY