Grün und viel Platz für Fußgänger und Radler: So soll die Augustenstraße künftig aussehen. © LHM
Grüne Bäume, die Schatten spenden, Bänke, die zum Verweilen einladen, und breite Gehwege, auf denen Fußgänger ungestört flanieren können – so soll die Augustenstraße in der Maxvorstadt nach ihrem Umbau aussehen. Bereits im vergangenen Oktober hat die Stadt die ersten Bäume gepflanzt, ab heute soll es dann mit den Bauarbeiten zwischen Dachauer und Görresstraße richtig losgehen. Doch es regt sich Widerstand (siehe Kasten).
Das neue Zentrum der Straße soll zwischen Gabelsbergerstraße und Theresienstraße entstehen: In dem verkehrsberuhigten Geschäfts- und Einkaufsbereich mit Tempo-20-Zone erhalten Fußgänger mehr Platz und Aufenthaltsqualität. Dafür werden die schmalen Radwege zurückgebaut, Gehwege deutlich verbreitert und acht neue Bäume gepflanzt. Außerdem werden Sitzmöbel aufgestellt und zusätzliche Freischankflächen für die Gastronomie geschaffen. Die Fahrbahn, die künftig auch Radfahrer nutzen, wird auf sechs Meter Breite erweitert und durch einen überfahrbaren Pflasterbelag optisch verengt. Den Beginn der Zone wird an der Ecke zur Gabelsbergerstraße eine neue Mittelinsel mit Baum markieren.
Zur Verbesserung des Stadtklimas werden insgesamt 17 neue Bäume in der Augustenstraße gepflanzt. Da Fußgängern im gesamten Verlauf mehr Platz eingeräumt werden soll, wird die Pkw-Fahrbahn an mehreren Stellen schmaler, zwischen Brienner und Gabelsbergerstraße wird zusätzlich eine neue Tempo-30-Zone eingeführt. Die Radwege zwischen Brienner und Görresstraße werden zugunsten breiterer Gehwege zurückgebaut. Damit Radfahrer beim Abbiegen für den Autoverkehr, mit dem sie sich die Fahrbahn künftig teilen, dennoch gut sichtbar sind, entstehen an den Kreuzungen Brienner- und Gabelsbergerstraße Radaufstellstreifen.
An den mit Ampeln ausgestatteten Kreuzungen Brienner-, Gabelsberger- und Theresienstraße sorgen neue Bodenindikatoren und differenzierte Querungen für mobilitäts- und sehbehinderte Personen für verbesserte Barrierefreiheit. Der Platz für Autofahrer wird hingegen knapper: Die Pkw-Abstellplätze verringern sich von derzeit 254 auf 197, inklusive Behindertenparkplatz und zwei Carsharing-Parkständen, 26 Parkplätze sind an zeitlich begrenzte Lieferzonen gebunden. Um dem erhöhten Bedarf an Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder gerecht zu werden, entstehen 192 neue Radabstellplätze, davon zehn für Lastenräder.
Die Umbaumaßnahmen sollen voraussichtlich bis Ende 2027 abgeschlossen sein und werden in fünf Teilabschnitten durchgeführt:Im März beginnen die Baumaßnahmen auf der Westseite zwischen Steinheil- und Theresienstraße, danach folgt die westliche Seite zwischen Gabelsberger- und Steinheilstraße. Anschließend wird die Ostseite im selben Abschnitt umgestaltet. Ab Herbst 2026 werden die Bauarbeiten auf der Ostseite zwischen Steinheil und Theresienstraße fortgesetzt, bevor voraussichtlich ab November die neue Fahrbahn zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße asphaltiert und für den Verkehr gesperrt wird. Um die Zufahrt für Anlieger- und Lieferanten zu ermöglichen, werden die Sperren abschnittsweise als Sackgasse eingerichtet. 2028 sind weitere Restarbeiten vorgesehen.ULRIKE KREMER