Reiter: „Ich werde nicht Zweiter Bürgermeister“

von Redaktion

Im Radio-Duell der Kandidaten bei 95.5 Charivari äußert sich der Oberbürgermeister zu seiner Zukunft

Im Falle einer Niederlage in der Stichwahl kann OB Dieter Reiter (SPD) sich nicht vorstellen, Zweiter Bürgermeister zu werden. „Das ist ein Schritt, den würde ich nicht mehr machen wollen“, sagte der 67-Jährige im Radio bei 95.5 Charivari im Duell mit seinem Herausforderer Dominik Krause (35/Grüne). „Wenn die Stadt sich mehrheitlich dafür entscheidet, die Stadtspitze deutlich zu verjüngen“, werde er das hinnehmen, aber nicht zweiter Mann hinter einem OB Krause werden.

Krause kann sich dagegen durchaus vorstellen, Zweiter Bürgermeister zu bleiben, sollte Reiter die Stichwahl gewinnen, wie er dem Radiosender sagte. Die Zusammenarbeit sei „wertschätzend und konstruktiv“, betonte er. „Darum würde ich das auch so fortsetzen.“ Der 35-Jährige sprach sich auch dafür aus, im Falle eines Wahlsieges zuerst mit dem aktuellen Koalitionspartner, Reiters SPD, über eine Fortsetzung der Rathaus-Koalition zu sprechen. Reiter hielt sich dazu bedeckt. Zuletzt hatte sich die Münchner CSU-Spitze in der Stichwahl für Reiter ausgesprochen (siehe Text oben).

Beide OB-Kandidaten gaben sich in dem Duell betont respektvoll, stimmten einander immer wieder zu. In der Frage der Wohnungspolitik und beim Umgang mit Tempo 30 auf dem Mittleren Ring zeichneten sich allerdings auch Unterschiede ab. Krause beispielsweise will 50 000 neue, bezahlbare Wohnungen bauen – unter anderem durch den Umbau ungenutzter Büroflächen. Reiter zweifelt, dass das möglich ist.

Die Radiohörer sehen Reiter am Ende des Duells vorn. Nach Senderangaben fanden 60 Prozent der abstimmenden Hörer den Amtsinhaber im Duell stärker, rund 40 Prozent sprachen sich für den Herausforderer aus. „Ich arbeite dran, dass es dann am Sonntag umgekehrt ausschaut“, sagte Krause.DPA

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