Karin Thaler spricht über ein Familiengeheimnis. © T&T/FALKE
Ihre spielsüchtige Mutter trieb Schauspielerin Karin Thaler (60) in die Schuldenfalle. „Ich habe bis heute keine Antwort darauf, warum meine Mama plötzlich anfing, ins Spielcasino zu gehen. Uns erzählte sie, dass sie durch die Spielautomaten ihren Tinnitus übertönen könne, der sie mit Anfang 50 zu quälen begann. Ich nahm das zunächst nicht ernst und wusste nicht, in welch schrecklichen Kreislauf sie geraten war“, erzählt der „Rosenheim-Cops“-Star im „Bunte“-Interview. „Ich habe wie eine Blöde gearbeitet, um ihre Schulden zu bezahlen, die sie überall gemacht hat.“
Heute weiß Thaler, dass sie co-abhängig war und in einer toxischen Beziehung zu ihrer Mutter feststeckte. Höhepunkt der Sucht: „Meine Mutter landete 1993 im Gefängnis, weil sie versucht hatte, einen Supermarkt zu erpressen. Sie wollte fünf Millionen Mark haben, sonst würde sie der Presse stecken, dass Gift im Hüttenkäse wäre, den sie sich dort immer kaufte.“ Sie wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, wegen Diebstahls und versuchter räuberischer Erpressung. „Trotzdem habe ich weiter zu ihr gehalten“, erzählt Thaler.MM