Kleine OB-Premiere

von Redaktion

Blumen und Glückwünsche: Erste Sitzung für neuen Rathaus-Chef Dominik Krause

Der neue OB Dominik Krause gestern im Stadtrat. © Hartmann

Mit dem wenig festlichen Tagesordnungspunkt „Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 für den konstituierten Regiebetrieb Sondervermögen Anwesen Schloss Kempfenhausen“ hat am Mittwoch im Münchner Rathaus eine neue Ära begonnen. Die von Dominik Krause. Dem neuen OB. Dem ersten Grünen-OB in München, dem ersten schwulen OB hier. Pack ma’s, Herr OB!

Weil sich Dieter Reiter (SPD) krankgemeldet hatte (s. oben), hat Krause die Amtsgeschäfte schon etwas früher übernommen. Eigentlich wäre Dienstbeginn der 1. Mai. Und dann wird es vermutlich pompöser – mit richtiger Amtsübergabe. Dennoch: Ein wenig feierlich war es auch am Mittwoch schon, Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) überreichte einen Blumenstrauß und beglückwünschte Krause zur Wahl. „Es liegen spannende Zeiten hinter uns“, sagt sie unter Bezug auf die wohl aufregendste Münchner Oberbürgermeister-Wahl seit Jahrzehnten, die bundesweit Schlagzeilen machte. Sie wünscht Krause „von Herzen alles Gute“ und „immer ein glückliches Händchen“.

Der neue Rathaus-Chef wirkt müde. Die vergangenen Wochen haben Spuren hinterlassen. Bei der Leitung der Sitzung merkt man das aber nicht. Die Tagesordnung war aber auch überschaubar. Einzig strittiger und diskutierter Punkt war die Frage, ob sich München für die Ausrichtung der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029 oder 2031 bewerben soll. Antwort: Ja – wenn auch nicht einmütig. Linken-Chef Stefan Jagel beispielsweise hatte die hohen Kosten von 35 bis 37 Millionen Euro kritisiert (je nach Austragungsjahr).

Grünen-Stadtrat Beppo Brem erwiderte, München habe sich vor 26 Jahren den Namen Sportstadt gegeben. „Zu dem Konzept gehörten schon immer große Sportveranstaltungen.“ Zudem wäre die Ausrichtung auch ein wichtiger Schritt in Richtung Olympische Spiele, sagte SPD-Vize Kathrin Abele. Da müsse sich die Stadt innerhalb Deutschlands erst mal die Pole-Position sichern. „Außerdem sanieren wir gerade das Olympiastadion für viel Geld.“ Tatsächlich soll die WM in den bereits bestehenden Anlagen stattfinden – also Stadion und Park. Auch andere Teile des Stadtgebiets sind vorgesehen, etwa für den Marathon und die Wettbewerbe im Gehen. Gerechnet wird mit rund 2200 Athleten aus 195 Nationen.SKA

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