Soll neu entwickelt werden: die Alte Akademie – aktuell ein Schandfleck in bester Lage. © M. Schlaf/Nikky Maier Photo
Nach jahrelangem Stillstand scheint jetzt Bewegung in eines der prestigeträchtigsten Bauprojekte der Innenstadt zu kommen. Wie berichtet, will die Hermann-Thiele-Familienstiftung nach dem Kauf der Alten Akademie den historischen Standort zusammen mit der Hans Hammer AG entwickeln. Der Zeitplan ist ambitioniert: Voraussichtlich 2029 möchten die Investoren die Alte Akademie als ein „attraktives Quartier in bester Lage“ neu öffnen.
„Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden diesen Standort mit Respekt und Verantwortung entwickeln“, sagt Jürgen Büllesbach, Geschäftsführer der Opes Immobilien Gruppe, welche die Immobilienaktivitäten der Stiftung managt. Büllesbach betont, dass die Alte Akademie „langfristig im eigenen Bestand“ bleibe und entsprechend nachhaltig und qualitätsvoll gebaut werden soll.
„Wir verstehen den Ort und die Bedürfnisse der Münchner und werden das Projekt entsprechend gestalten. Wir werden versuchen, durch einen attraktiven Nutzungsmix, gerade im Schmuckhof, die Immobilie wieder zum Leben zu erwecken“, verspricht der Münchner Projektentwickler Hans Hammer, der auch CSU-Stadtrat ist, dem gerade neu gewählten Gremium aber nicht mehr angehören wird.
Die Alte Akademie gehört zur Insolvenzmasse des österreichischen Immobilienunternehmers René Benko. Die Bauarbeiten für das moderne Stadtquartier waren infolge der Insolvenz der Signa-Gruppe im Jahr 2023 zum Erliegen gekommen.
Jetzt der Neustart: Das endgültige Nutzungskonzept wird derzeit laut Opes in enger Abstimmung mit der Stadt finalisiert. Es soll eine Mischung aus Handel, Gastronomie, Büros sowie Wohnnutzung beinhalten und so auch die aktuellen Anforderungen des Markts berücksichtigen. Insgesamt umfasse das Projekt eine Geschossfläche von 21.000 Quadratmetern.
Die Erdgeschosse seien für Handel und Gastronomie vorgesehen, die oberen Geschosse für Büros, der Schmuckhof für gastronomische Konzepte sowie Wohnnutzung. Der Hof werde von der Neuhauser Straße aus öffentlich zugänglich sein.MM