Der Urzeit-Weberknecht, rechts im Bernstein. © SNSB
Vor 35 Millionen Jahren fiel ein Tropfen Baumharz auf einen urzeitlichen Weberknecht und konservierte ihn – ein Glücksfall für den Münchner Paläontologen Christian Bartel! Ein Team um den Wissenschaftler an der Zoologischen Staatssammlung identifizierte den Fund aus der Ukraine und dem Baltikum als bisher unbekannte Art der Spinnentiere: „Der Nachweis eines ortholasmatinen Weberknechts hat uns überrascht. Diese Gruppe gibt es in Europa nicht mehr. Verwandte dieser Tiere findet man aktuell nur in Ostasien sowie in Nord- und Mittelamerika. Offensichtlich waren diese Weberknechte vor 35 Millionen Jahren, zur Zeit des Eozän, deutlich weiter über die Nordhalbkugel der Erde verbreitet als heute“, so Bartel. Wie ihre heutigen Verwandten besitzen auch die konservierten Tiere eine stark strukturierte Körperoberfläche und einen besonders auffälligen Augenhügel.