Hier kam es zu dem Angriff: der S-Bahn-Zugang im Stachus-Sperrengeschoss. © Jantz
Sie haben ihr Opfer mit äußerster Brutalität bewusstlos getreten – und dabei wohl in Kauf genommen, dass ein 41-jähriger Münchner sein Leben verlieren könnte. So bewerten jedenfalls Polizei und Staatsanwaltschaft den Gewaltausbruch, zu dem es am frühen Sonntagmorgen im Sperrengeschoss am Stachus gekommen ist.
Die Mordkommission ermittelt nun gegen zwei Tatverdächtige wegen versuchter Tötung. Die beiden Serben (18 und 19 Jahre) konnten kurz nach der Tat von der Bundespolizei am S-Bahnhof in Feldmoching geschnappt werden.
Warum sie zuvor am Stachus waren, ist noch unklar. Fest steht laut Polizeipräsidium, dass sie im Bereich des dortigen S-Bahn-Zugangs bereits in Streit mit einer Gruppe geraten waren. Um kurz nach 6 Uhr prügelten sie auf einen Mann ein, der daraufhin schnell das Weite suchte.
Als sich ein Münchner einmischte, um den Streit zu schlichten, richtete sich die Aggression der beiden Schläger, die im Landkreis München leben, auf ihn. Die Heranwachsenden prügelten und traten auch dann noch auf ihn ein, als er schon am Boden lag. Die Folge: zahlreiche Verletzungen und Frakturen am Kopf und am Oberkörper. Zeugen (und vor allem das erste Opfer) werden von der Polizei gebeten, sich unter der Telefonnummer 089/29 100 zu melden.NAH