Nachbarschaftshilfe vorerst gerettet

von Redaktion

Schwabing: Einrichtung bleibt in Seidlvilla

Die Nachbarschaft Schwabing hat mit Erfolg für den Erhalt der Einrichtung in der Seidlvilla gekämpft. © SIGI JANTZ

Die Nachbarschaft Schwabing kann nun doch in der Seidlvilla am Nikolaiplatz bleiben. Die Stadt hat eine weitere Finanzierung der sozialen Einrichtung bis 2027 zugesichert. Zuvor hatten sich die drei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Elke Bosse, Claudia Fenster-Waterloo und Susanne Späth – unter anderem mit einer Unterschriftensammlung – für einen Verbleib der Nachbarschaft in der Seidlvilla starkgemacht.

Bereits vergangenen Sommer erklärte der Seidlvilla-Verein, die Trägerschaft für das Bürgerzentrum zum 1. April 2026 aufzugeben. Und längere Zeit sah es so aus, als müsse die Nachbarschaft Schwabing, deren soziale Angebote rund 7000 Menschen jährlich wahrnehmen, im Zuge dieser Veränderung die Jugendstil-Villa ebenfalls verlassen. Denn das Sozialreferat hatte angekündigt, die Finanzierung für die soziale Einrichtung im Rahmen des Trägerwechsels zu beenden. Konkret betrifft das die Vollzeitstelle, die sich zwei Mitarbeiterinnen bisher geteilt hatten. Ansonsten organisiert sich die seit 1991 wirkende Institution hauptsächlich über ehrenamtliches Engagement.

Doch der Einsatz der drei Frauen hat sich gelohnt. Bis Ende 2026 ist der Verbleib der Nachbarschaft Schwabing in der Seidlvilla – neuer Träger ist seit 1. April das Bellevue di Monaco – gesichert, auch wenn das Sozialreferat nun nur noch eine Halbtagsstelle finanziert, wie Elke Bosse erklärt. Für das Jahr 2027 brauche es einen Stadtratsbeschluss, den Bosse aber bald erwartet.

Auch der Bezirksausschuss Schwabing-Freimann zeigte sich erfreut über die Entwicklung. Dennoch entschied das Gremium während der jüngsten Sitzung, den Antrag bezüglich der weiteren Finanzierung der Nachbarschaft Schwabing als noch nicht erledigt anzusehen, da diese bisher nur bis Ende des Jahres sichergestellt ist.VINCENT NUMBERGER

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