Mann zieht Notbremse: Chaos am Hauptbahnhof
Kurz vor der Einfahrt in den Münchner Hauptbahnhof hat ein stehen gebliebener ICE für massive Auswirkungen auf den Zugverkehr gesorgt. Grund: Ein Mann hatte die Notbremse gezogen. Danach öffnete er die Tür und stieg aus. Einen Grund für den Not-Halt hatte der Mann nicht. 98 Züge seien wegen des Zwischenfalls in der Nacht auf Montag zu spät gewesen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zusammen kamen die Bahnen auf über 50 Stunden Verspätung. Der 56-Jährige habe nach der Notbremsen-Aktion die Türen per Notentriegelung geöffnet und sei über die Gleise gelaufen. Alle anderen Züge in dem Bereich seien von der Leitstelle zum Not-Halt gezwungen worden, hieß es. Nach gut einer Stunde wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Die Beamten hatten den psychisch auffälligen Mann in der Nähe des Stellwerks an der Hackerbrücke gefunden. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen des Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen ermittelt.MM