Kampf um Halt am Elisabethplatz

von Redaktion

Bezirksausschuss Schwabing: CSU fordert Bekenntnis von der MVG zum Bahnhof auf der geplanten U-Bahn-Linie 9

Der Elisabethplatz soll Teil der Planungen zur U-Bahn-Linie 9 bleiben – das fordert die CSU-Fraktion in einem mit „Bekenntnis zum Bahnhof Elisabethplatz“ überschriebenen Antrag im Bezirksausschuss (BA) Schwabing-West. „Wir brauchen diesen Knotenpunkt, um künftig an das U-Bahn-Netz angeschlossen zu sein“, betont Lokalpolitiker Jan Kurrus (CSU). Die „überragende Netzwirkung“ des möglichen Bahnhofs müsse anerkannt werden. In einem Treffen mit MVG und Baureferat will sich das Stadtteilgremium über den aktuellen Planungsstand informieren lassen.

Hintergrund sind öffentlich geäußerte Überlegungen von MVG-Chef Ingo Wortmann, den eigentlich geplanten Halt am Elisabethplatz einzusparen, um die Kosten zu senken und gleichzeitig für eine schnellere Verbindung auf der 10,5 Kilometer langen Neubaustrecke zu sorgen. Die Trasse soll einmal von der Implerstraße zur Münchner Freiheit die Stadtbezirke Sendling und Schwabing verbinden. Dafür müssten fünf neue Bahnhöfe gebaut werden. Schätzungen von 2022 zufolge dürften die Gesamtkosten rund vier Milliarden Euro betragen. Ob sich diese Summe angesichts gestiegener Baukosten halten lässt, ist zweifelhaft.

Das ÖPNV-Großprojekt steckt noch in einer frühen Planungsstufe. Zuletzt fanden Erkundungsbohrungen in bis zu 75 Meter Tiefe statt, um die Bodenbeschaffenheit entlang der möglichen Trasse zu untersuchen. Die Bauarbeiten könnten laut MVG in den 2030er-Jahren beginnen, frühestens Anfang der 2040er-Jahre könnte die Linie in Betrieb gehen. Mit Halt am Hauptbahnhof soll die U9 das Innenstadt-Netz in Nord-Süd-Richtung „wie eine Art Bypass entlasten“, so die MVG. Die Finanzierung ist indes noch offen. DAVID NUMBERGER

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