Beim Projekt „Straße.Oase“ sollen sich Kinder künstlerisch auf gesperrten Straßen austoben. © Culture Clouds
Streit um ein Spielprojekt für Kinder in Hadern: Der Verein Culture Clouds möchte dort seine Aktion „Straße.Oase“ durchführen. Doch beim Bezirksausschuss (BA) stößt dieses Vorhaben auf Widerstand.
Culture Clouds setzt sich seit 2001 für das Recht aller Kinder in München auf Spiel und kulturelle Teilhabe ein. Zehn fest angestellte Mitarbeiter und rund 150 Freiberufler aus den Bereichen Spiel-, Kunst-, Zirkus-, Theater- und Tanzpädagogik ermöglichen viele Projekte für jährlich 30.000 Kinder – meistens kostenlos.
Umgesetzt werden die Projekte als Pop-ups, Festivals oder Labs. Alle zwei Jahre findet beispielsweise „Rampenlichter“ statt, das größte jugendkulturelle internationale Festival für die Kunst von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Labs, also Kunst-Spiel-Projekte in unterschiedlichen Settings, die regelmäßig in einer festen Gruppe stattfinden, sind beispielsweise „Zirkuslust“ und „Raumveränderer“. Das in Hadern umstrittene Projekt „Straße.Oase“ zählt zu den Pop-ups, also mobilen Kunst-Spiel-Aktionen. Dieses findet auf gesperrten Straßen für alle Kinder ab drei Jahren statt, die sich dort künstlerisch austoben sollen. Die Kreidefarbe auf der Straße und die Straßensperre sind nur temporär. Auch Baumaterial, Flickenteppiche und Ähnliches dürfen zum Einsatz kommen.
In Hadern wollte „Culture Clouds“ die Spielaktion vom 19. bis 21. Juni auf der Kurparkstraße durchführen. Eine Genehmigung des Kreisverwaltungsreferats liegt bereits vor. Doch nun zeigte sich der BA nicht einverstanden. Gründe: Die Lokalpolitiker kritisierten, dass die ganze Straße bemalt werde und nicht allzu viele Kinder teilnähmen.SABINE RIEDL