IN KÜRZE

von Redaktion

In der JVA Stadelheim sitzen bis zu 1500 Häftlinge. © Hörmann/imago

Stadelheim: Prozess-Start gegen Justizbeamten

Vor dem Amtsgericht München hat gestern der Prozess gegen einen Beamten der JVA Stadelheim begonnen, der einem Gefangenen gegen den Kopf getreten und ihn mit der Faust geschlagen haben soll. Es ist schon der zweite Prozess in Zusammenhang mit der JVA binnen weniger Wochen. Gerade erst hat die Justiz zwei Gefängnismitarbeiter freigesprochen, die eine Gefangene misshandelt haben sollen. Im aktuellen Fall hatte der Häftling laut Staatsanwaltschaft ein Päckchen mit einer weißen Substanz im Mund verschwinden lassen und weigerte sich, es auszuspucken. Der Insasse wurde laut Ermittlern daraufhin in einen besonders gesicherten Haftraum (bgH) gebracht. Justizminister Georg Eisenreich (CSU) hatte angekündigt, dass Gefangene in Bayern künftig per Gesetz besser geschützt werden. Demnach soll unter anderem ein Richter darüber entscheiden, ob ein Gefangener länger als 72 Stunden in einem bgH verbringen dürfe. MM

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