OEZ-Anschlag erneut vor Justiz

von Redaktion

Zehn Jahre nach dem rassistischen Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) mit neun Todesopfern beschäftigt der Fall noch einmal die Justiz. Vor Gericht stehen zwei Männer und eine Frau. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, im Prozess gegen den Waffenhändler falsch ausgesagt zu haben, der dem Attentäter die Tatwaffe im Darknet verkaufte. Einer der Angeklagten soll damals seine Ex-Frau zu Unrecht beschuldigt haben, sie habe davon gewusst, dass der Attentäter Menschen töten wollte, und ihm sogar Tipps gegeben. Außerdem soll er weitere Zeugen angestiftet haben, die gleiche Aussage zu machen. Auch sie stehen nun vor Gericht.

Beim geplanten Prozessbeginn wurde die Verhandlung jedoch für eine Woche unterbrochen, um dem Angeklagten Akteneinsicht zu ermöglichen, die er bisher nicht hatte. Bei dem Anschlag in München hatte ein 18 Jahre alter Rechtsextremist am 22. Juli 2016 neun Menschen und sich selbst getötet. Der Waffenhändler wurde 2018 zu sieben Jahren Haft verurteilt.DPA

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