München ist Pakethauptstadt – laut einer Studie der TU kommen pro Haushalt und Jahr im Schnitt 93 Pakete an. Doch auf welchen Wegen erreichen sie die Kunden? Wesentlicher Umschlagplatz für die Sendungen, die dorthin via Lkw oder Flugzeug gelangen, ist das Paketzentrum in Aschheim. Es ist auf eine Kapazität von bis zu 72.000 Paketen pro Stunde ausgelegt.
Nach der Sortierung kommen die Packerl entweder an andere Postzentren oder ins Ausland, sofern sie nicht für den Großraum München bestimmt sind. Die hiesigen Päckchen gehen an kleinere Paketzentren oderan regionale Zustellbasen. Über die Sendungsnummer kann der Empfänger in der Regel verfolgen, wo sich die Lieferung gerade befindet.
Die DHL teilt auf Anfrage mit, die Zusteller würden über ein elektronisches System über geeignete Abgabestellen informiert. „Dabei werden verschiedene Faktoren berücksichtigt, etwa die Fahrtstrecke, die Auslastung der jeweiligen Filiale oder hinterlegte Präferenzen der Kunden.“ Sind die Kunden nicht zu Hause, wird das Paket meist bei einem Nachbarn oder in einer Postfiliale hinterlegt. Dabei dürfen die Filialen in einem Ort mit über 4000 Einwohnern laut neuem Gesetz nicht weiter als zwei Kilometer entfernt sein.
In München sind viele Paketdienste unterwegs, die in hartem Wettbewerb zueinander stehen. Eine Lösung für das Paket-Chaos bieten vielleicht die München-Boxen. Das sind anbieteroffene Paketstationen, die von der Stadt gefördert werden. Neben DHL können sie auch von UPS, DPD, GLS, Amazon oder anderen genutzt werden. Neun solcher Stationen wurden bereits eröffnet. Dort haben bis zu 200 Pakete Platz. Weitere Boxen könnten in Zukunft folgen.GW