Verdi räumt die Streik-Utensilien vorerst weg. © P. Kneffel/dpa
Nach monatelangem Ringen und zahlreichen Warnstreiks gibt es eine Tarifeinigung für den bayerischen Nahverkehr. Damit sind die Zeiten von Streiks bei Tram & Co. nach einer harten Verhandlungsphase in diesem Frühjahr vorbei. In der Nacht zum Donnerstag haben die Gewerkschaft Verdi und die kommunalen Arbeitgeber einen Kompromiss gefunden.
Dieser sieht Lohnerhöhungen von sieben Prozent über zwei Jahre vor. Laut Kommunalem Arbeitgeberverband (KAV) steigen die Löhne rückwirkend zum Jahresbeginn um 4,1 Prozent, mindestens aber um 120 Euro. Zum 1. September werden sie um ein weiteres Prozent erhöht und zum 1. Januar 2027 um 1,9 Prozent. Zudem sinkt die Arbeitszeit ab 2029 von 38,5 auf 37,5 Stunden, die Mindestruhezeit wird auf 10,5 Stunden festgelegt.
Der Sonntagszuschlag erhöht sich, und die Zeitspanne für den Nachzuschlag wird erweitert. Beide Seiten haben jetzt bis zum 15. Mai Zeit, sich zu erklären. Bei Verdi ist eine Mitgliederbefragung dazu geplant. „Im Rahmen der Erklärungsfrist wird es zu keinen Warnstreiks kommen“, sagt der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter Sinan Öztürk. Tritt der Tarifvertrag in Kraft, ist bis mindestens Ende 2027 Ruhe. Unklar ist derzeit, ob die MVG die Ticketpreise infolge des Tarifabschlusses anhebt.MM