Projekt Jugendcontainer gescheitert

von Redaktion

Untergiesing: Angebot wird zum Unterschlupf für Wohnungslose – Treff wird wieder abgebaut

Vor einigen Jahren hat die Stadt an mehreren Orten in München Container als Jugendunterstände aufgestellt. Gerade für die jüngeren Bürger sei es wichtig, konsumfreie, wettergeschützte Aufenthaltsorte einzurichten. In Untergiesing ist diese Idee vorerst gescheitert.

Denn der Container am Candidplatz wird kaum noch von Jugendlichen genutzt. Stattdessen haben Wohnungslose den Ort als Unterschlupf entdeckt. Zum Ärger der Anwohner, die sich beim Bezirksausschuss (BA) über Müll, Essensreste und Fäkalien beschwert haben. Bei einem gemeinsamen Ortstermin von BA und Baureferat wurde nun entschieden, den Container wieder abzubauen.

Die Fläche am Candidplatz hätte nur wenig „soziale Kontrolle“, sagte die BA-Chefin Anais Schuster-Brandis. Dass ständig die Polizei kommen muss, um zu kontrollieren, ist keine Option. „Es ist sehr schade, dass der Container für die Jugendlichen abgebaut werden muss“, sagte Schuster-Brandis. Einen Alternativstandort hätte man bislang nicht gefunden. „Da für die Zukunft die Bebauung des Candidplatzes im Raum steht, setze ich mich hier für eine Zwischennutzung ein, die besonders für Jugendliche attraktiv sein soll“, so die BA-Chefin. Aus der Bürgerschaft und durch die Kinder- und Jugendversammlung seien bereits Vorschläge eingegangen.VINCENT SUPPÉ

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