Reiter und der FC Bayern: Fragen bleiben offen

von Redaktion

Die Aufklärung um die Nebeneinkünfte von Münchens Noch-OB Dieter Reiter (SPD) wird sich weiter verzögern. Zwar steht eine entsprechende Vorlage am kommenden Mittwoch auf der Tagesordnung des Stadtrats. Neue Erkenntnisse sind aber nicht zu erwarten. Reiters Rechtsanwältin ließ mitteilen, dass eine „Sachverhaltsaufklärung aufgrund der erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Herrn Oberbürgermeisters auf dringende Empfehlung der behandelnden Ärzte nicht möglich“ sei. Zunächst hatte die „SZ“darüber berichtet. Reiter war seit Dezember 2016 Mitglied im Verwaltungsbeirat des FC Bayern. Seit 2019 erhielt er für die Tätigkeit 20.000 Euro im Jahr. Mit dem Geld sollten Tickets erworben werden. Die Nebentätigkeit hätte er sich in dem Moment vom Stadtrat genehmigen lassen müssen, als er Geld dafür erhalten hatte. Das ist nicht erfolgt und verstößt gegen die Regeln der Stadt. Unklar ist auch, wie oft Reiter tatsächlich Tickets gekauft hatte. Die Einnahmen aus seiner Nebentätigkeit von 90.000 Euro hatte Reiter versteuert. Und den gesamten Betrag zudem gespendet. 45.000 Euro gingen jeweils an die Spielstadt Mini-München und das Fußball-Projekt buntkicktgut. Die Regierung von Oberbayern prüft dennoch weiterhin ein Disziplinarverfahren gegen Reiter. Eine Stellungnahme Reiters soll bis Ende April erfolgen.TG/SKA