Mindestpreise für alle

von Redaktion

Uber und Taxigewerbe: Stadtrat entscheidet

Fahrdienste wie Uber sollen künftig Mindestpreise verlangen. © MarioGuti

Im Münchner Rathaus sollen diese Woche Mindestpreise für Fahrdienstplattformen wie Uber, Bolt und ähnliche Unternehmen auf den Weg gebracht werden (wir berichteten). Die Anbieter machen dem Taxigewerbe seit geraumer Zeit Konkurrenz. Die Möglichkeiten zur Preisgestaltung sollen angepasst werden, um die Nachfrage anzukurbeln. Geplant ist, dass zunächst am Dienstag der Kreisverwaltungsausschuss über entsprechende Vorschläge entscheidet, bevor sich am Mittwoch die Vollversammlung des Stadtrates mit dem Thema befasst.

Schon seit Längerem schwelt ein Streit, da die Fahrdienste die Passagiere oft deutlich günstiger von A nach B bringen als herkömmliche Taxen. Deren Preise wiederum werden von der Stadt vorgegeben, da Taxen Teil des ÖPNV sind. Versuche, die Betreiber dazu zu bewegen, einen Mindest- und Maximalpreis festzulegen, der sich an den gültigen Taxitarifen orientiert, waren nach Angaben der Stadt bislang gescheitert. Das Gleiche gilt für die Einführung von Mindesthonoraren.

Nun hat die Taxikommission des Kreisverwaltungsreferats vorgeschlagen, eine Allgemeinverfügung zur Einführung von Mindestentgelten zu erlassen. Diese sollen sich am Grund- und Kilometerpreis des Taxitarifs abzüglich des für Taxen geltenden Tarifkorridors orientieren. Auch bei den Preisen der Taxen soll es demnach Änderungen geben. Wer längere Strecken fährt, dürfte künftig von sinkenden Kilometersätzen profitieren.SKA/DPA

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