Lesung aus verbrannten Büchern
Mit einer besonderen Veranstaltung erinnert München am Sonntag, 10. Mai, an die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933: Von 10 bis 18 Uhr lädt die Aktion „München liest – aus verbrannten Büchern“ auf den Königsplatz ein. Im Mittelpunkt stehen Texte von Autorinnen und Autoren, deren Werke von den Nationalsozialisten verfolgt und öffentlich verbrannt wurden – darunter Literaten wie Bertolt Brecht, Erich Kästner, Lion Feuchtwanger und Stefan Zweig. Die Lesungen beginnen um 11 Uhr und setzen ein bewusstes Zeichen gegen Ausgrenzung, Zensur und ideologische Vereinnahmung von Literatur. Wer möchte, kann sich selbst beteiligen und jeweils fünf Minuten aus einem der einst verbotenen Werke lesen. Bereits ab 10 Uhr setzen zudem die Künstler Wolfram P. Kastner und Martin Mohr unter dem Motto „Damit kein Gras über die Geschichte wächst“ ein Zeichen, indem sie einen Brandfleck im Rasen des Königsplatzes gestalten. Infos unter: www.lesungausverbranntenbuechern.deMAM