Mieten knacken 25-Euro-Marke!

von Redaktion

Aktuelles Wohnungsmarktbarometer der Stadt zeigt: Preise steigen weiter

Zentral und teuer: In der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt sind die Mieten in München derzeit am höchsten. Die billigsten Mieten sind in Freimann zu finden. © Hartmann

Die Lage auf dem Münchner Wohnungsmarkt spitzt sich immer weiter zu. Laut aktuellem Wohnungsmarktbarometer des städtischen Planungsreferats sind die Mieten im Jahr 2025 spürbar angestiegen. Besonders hart traf es Neubauwohnungen: Durchschnittlich 25,93 Euro mussten Mieter pro Quadratmeter hinblättern – ein Anstieg von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr!

„Die Nachfrage nach Neubauwohnungen in München bleibt ungebrochen“, stellen die Autoren der Studie fest. Das Wohnungsmarktbarometer basiert auf der Auswertung von rund 46.300 Miet- und Kaufangeboten, die 2025 auf der Plattform ImmoScout24 veröffentlicht wurden. Besonders teuer sei das Wohnen beim Erstbezug in der Ludwigs- und Isarvorstadt mit durchschnittlich 30,32 Euro pro Quadratmeter. In Laim waren die Mietpreise mit 22,67 Euro am niedrigsten. Bei (unmöblierten) Bestandswohnungen sind die Preise ähnlich gesalzen: Auch hier gab es im Jahr 2025 einen Anstieg bei den Wiedervermietungsmieten von 5,1 Prozent auf 22,52 Euro pro Quadratmeter. Spitzenreiter ist auch in diesem Sektor die Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt mit 25,53 Euro pro Quadratmeter. Vergleichsweise günstig waren die Angebote durchschnittlich in Feldmoching-Hasenbergl: 19,66 Euro für Bestandswohnungen.

Auf dem Kaufmarkt hat sich die Lage indes leicht entspannt. Die Preise für neu gebaute Eigentumswohnungen in München seien 2025 wieder leicht gesunken, heißt es in dem Bericht. Im Schnitt wurden laut Erhebung fast 12.500 Euro pro Quadratmeter verlangt – 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch beim Kaufen gilt wie im Mietsegment: Je zentraler die Lage, desto teurer. So lagen die Quadratmeterpreise für Neubauwohnungen in Aubing-Lochhausen-Langwied bei rund 9.700 Euro. Im Lehel schlugen 19.500 zu Buche. Sollte das Zinsniveau weiter hoch bleiben, könnten die Preise weiter anziehen.

Eine Entlastung auf dem Mietmarkt ist laut Studie nicht in Sicht, die Prognosen sind schlecht: „Da die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin hoch bleibt, während das Wohnungsangebot nicht entsprechend steigt, ist in den kommenden Jahren mit einem weiteren Mietanstieg zu rechnen – insbesondere bei Neubauwohnungen“, heißt es.

Die Tabelle links gibt einen Überblick über Miet- und Kaufpreise bei Erstbezug und im Bestand in allen Stadtvierteln.

Artikel 8 von 11