Wer hat Toto das angetan?

von Redaktion

15 Jahre alter Vierbeiner wurde im Siemenspark von frei laufendem Hund angegriffen

So schlimm zugerichtet war Totos Körper. © privat

Ein Hund der Rasse Ridgeback. © symbolFoto: klaus haag

Ludwina Dlugosch geht oft mit Toto im Siemenspark spazieren. Nun wurde ihr Hund dort von einem Ridgeback attackiert. © Doris König

Ein eigentlich ruhiger Osterspaziergang im Siemenspark in Obersendling endete für eine Münchnerin und ihren kleinen Hund dramatisch: Am Ostermontag wurde der 15 Jahre alte Mischling Toto von einem frei laufenden Ridgeback angegriffen und schwer verletzt.

Ludwina Dlugosch war am Nachmittag mit ihrem Vierbeiner unterwegs, als es plötzlich zu der Attacke kam. „Der Hund kam aus dem Nichts und hat sofort zugebissen“, schildert sie den Vorfall. Ihr Toto erlitt dabei schwere Verletzungen und musste schnellstmöglich zum Tierarzt. In einer aufwendigen Operation, die rund 2390 Euro kostete, konnte sein Leben gerettet werden.

Inzwischen geht es dem kleinen Toto langsam besser, doch er ist weiterhin stark verängstigt, und auch für die 81-jährige Halterin selbst war das Erlebnis ein Schock. Noch Tage nach dem Vorfall steht sie unter dem Eindruck der Attacke.

Brisant: Es ist nicht der erste Angriff durch einen Ridgeback im Siemenspark. Schon im Jahr 2024 wurde ein schwarzer Schäferhund angefallen und ebenfalls schwer verletzt. In der Folge gab es ein rechtskräftiges Urteil: Der Hund müsse künftig an der Leine geführt werden.

Dlugosch hegt nun den Verdacht, dass es sich um den gleichen Ridgeback handelt, der nun auch ihren Toto verletzte. „Wenn das stimmt, ist es vollkommen unverständlich, dass der Hund erneut ohne Leine unterwegs war“, sagt sie. Sie habe die Anschrift der Halterin des Ridgebacks herausgefunden und ihr einen Zettel im Briefkasten hinterlassen. Doch die Frau bestreitet jegliche Beteiligung. Weder sie noch ihr Hund seien zum Zeitpunkt des Vorfalls vor Ort gewesen.

Eine weitere Hundebesitzerin berichtet indessen, schon früher negative Erfahrungen mit dem gleichen Tier gemacht zu haben. Auch sie ist überzeugt: „Dieser Hund muss unbedingt an die Leine. So kann das nicht weitergehen.“ Der Siemenspark ist bei Spaziergängern und Hundebesitzern sehr beliebt, aber auch ein großer Kinderspielplatz und eine Kita befinden sich dort. Entsprechend groß ist nun auch die Verunsicherung vor Ort.

Ob und welche rechtlichen Schritte folgen, ist offen. Für Ludwina Dlugosch steht nach der Attacke auf ihren kleinen Toto fest: „Ich will einfach nur, dass so etwas nicht noch einmal passiert!“DORIS KÖNIG

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