„Viel zu leise hier!“, meinen diese Teilnehmer.
Zwischenstopp auf der Ludwigstraße bei der diesjährigen „Krachparade“ gegen den Miet-Wahnsinn. © Hörhager/dpa (2)
Dieses Wochenende war besonders lebhaft. Dazu trug auch die diesjährige Krachparade bei, die am Samstag teilweise im Regen mit 40 Wägen durch die Innenstadt zog. Lautstark, versteht sich. Das Motto: „Lärm rauf, Mieten runter!“
Insgesamt machten rund 25.000 Lautstarke mit. Los ging es mit der Kundgebung am Geschwister-Scholl-Platz mit laut Veranstaltern rund 5000 Teilnehmern. Es gab Reden von Vertretern „von Parteien des gesamten demokratischen Spektrums von CSU bis zur Linken“, Initiativen von Kulturschaffenden, die sich gegen die Verdrängung von Subkultur wehren, gegen steigende Mieten und den Verlust öffentlicher Räume. Die Initiative fordert die Stadt München zudem auf, entschlossener gegen Luxussanierungen, überhöhte Mieten und spekulativen Leerstand vorzugehen und auch dabei zu helfen, Quartiere kreativ zu fördern.
Zum Schluss zog die Musik- und Tanzdemonstration durch die City bis zur Abschlusskundgebung auf der Theresienwiese. Demo-Leiter Timm Buchheit: „Der überwältigende Zulauf nach der Auftaktkundgebung hat uns sehr gefreut. Trotz starkem Platzregen schlossen sich in der Spitze dem Demonstrationszug über 20.000 und über den Tag verteilt über 30.000 Menschen der Krachparade an. Der Demonstrationszug erstreckte sich über zwei Kilometer durch die Innenstadt.“
Seit 2014 findet die Krachparade statt. Heuer beteiligten sich rund 60 Vereine, Initiativen und Kollektive. „Der Anstieg der Mieten ließ sich damit aber bisher nicht stoppen“, so die Veranstalter nüchtern.MM