Die Vereinten Nationen haben den heutigen 20. Mai zum Weltbienentag erklärt. Da stellt sich mir gleich die Frage: Gibt es Bienen überhaupt auf der ganzen Welt? Dafür habe ich alle Intelligenzen des Internets befragt und folgende Antwort bekommen: „Bienen sind fast weltweit verbreitet. Sie kommen auf allen Kontinenten außer Antarktika vor. Es gibt über 20.000 verschiedene Bienenarten, darunter die bekannte Honigbiene und tausende Wildbienenarten. Sie sind entscheidend für die Bestäubung von 80 % der konsumierten Pflanzen.“
Ich mag Bienen seit meiner frühesten Kindheit, nicht nur als weltbekannte „Biene Maja“ im Fernsehen. Meine Uroma hatte einen Garten, wo heute die München Klinik Bogenhausen steht. Dort haben wir viele Sommer verbracht und teilten dieses kleine Paradies mit vielen Bienen, Hummeln und auch Wespen.
In Ermangelung eines Gartens habe ich Lavendel und Salbei auf meinem Balkon in Blumenkästen gepflanzt, weil das angeblich die Lieblingsnahrung für Bienen ist. Willkommen im „Bienen-Bistro-Binzer!“ Als Gegenleistung sorgen diese kleinen Tierchen für Unterhaltung, wenn ich auf dem Balkon sitze und sie beobachten darf. Die Biene landet elegant und arbeitet fleißig immer wieder an und in einer Blüte, während die flauschige, leicht pummelige Hummel manchen Kelch zum Biegen bringt. Zwischendurch „pflügt“ eine Wespe durch die Blumen und landet nach einem verwirrenden Tanz auf unserem Frühstückstisch, weil dort ein „Extra-Leckerli“ parat steht.
Gäbe es keine Bienen mehr, dann wäre unser Frühstückstisch fast leer und das Mittag- und Abendessen äußerst armselig. Rund ein Drittel der Nahrungsmittelpflanzen sind auf Bestäubung angewiesen. Und da meine ich nicht Äpfel oder Tomaten. Für mich würde dann das wichtigste „Ernährungsgetränk“ fehlen: Kaffee!!
Meine Freundin Lilly wird zwar nicht dafür sorgen, dass mir mein Getränk nicht ausgeht, aber auf alle Fälle dafür, dass es ab diesem Sommer wieder mehr summt. Sie hat einen Stellplatz bei einem Bio-Bauern (somit gesunde, nicht verseuchte Ernährung für die Majas und Willis) bekommen und wird dort zwei Bienenvölker halten. Da freue ich mich schon jetzt auf den ersten „H-hoch3-Honig“.
Auch unser Golfplatz hat sich dem ‚Blühpakt Bayern‘ angeschlossen. Das heißt, dass zum Beispiel viele große Flächen nicht gemäht werden, sondern als Wildblumenwiesen stehen bleiben und somit unzähligen Insektenarten Nahrung bieten. Schon zum Leidwesen für uns Golfer, weil da absolutes Betretungsverbot herrscht und wir hineingeschlagene Bälle nicht „rausfischen“ dürfen. Aber wenn man weiß, wofür dieses Verbot steht, dann spende ich doch sehr gerne den ein oder anderen Golfball zum Spielen für die kleinen, so wichtigen Tierchen.