Die Spider Murphy Gang hat mehrere Wiesn-Klassiker.
Rosi bleibt auf der Wiesn! Klingt ungewöhnlich – aber aufgrund jüngster Debatten um eine Empfehlung der Stadt Erlangen, unter anderem Spider Murphys Superhit „Skandal im Sperrbezirk“ (1981) bei der Bergkirchweih nicht mehr zu spielen, sieht sich Münchens Wiesn-Chef Christian Scharpf zu einer Klarstellung genötigt. Auf Instagram schrieb der 55-Jährige: „Auf so eine Idee wäre ich niemals gekommen. Das Lied ist ein Stück Münchner Musikgeschichte.“
Wie berichtet, hatte die Gleichstellungsstelle der Stadt Erlangen den Wirten empfohlen, zwölf Lieder nicht mehr zu spielen. Betroffen sind neben neueren, ohnehin umstrittenen Titeln wie „Layla“ von DJ Robin und Schürze auch eben Klassiker wie „Skandal im Sperrbezirk“. Das Verständnis, den Song zu verbieten, hielt sich in Grenzen. Der Manager der Spiders, Jürgen Thürnau, zur Bild: „Es ist ein Skandal, dass man eine Liste mit Songs erstellt, die nicht gespielt werden sollen. Wir haben keine Begründung bekommen.“
Scharpf erklärt, warum er den Spider-Song, der die Neue Deutsche Welle mitprägte, für Münchner Musikgeschichte hält: „Es setzt sich satirisch und obrigkeitskritisch mit dem strikten Vorgehen der Stadt München in den 80er-Jahren bei Prostitution in der Innenstadt und in Wohnvierteln auseinander.“ Der Song sei bis heute ein echter Kracher, der auf keiner Party fehlen dürfe – auch nicht auf der Wiesn.SKA