Der neue Bahnsteig in Laim ist noch nicht fertig. © Schlaf
Der ursprünglich für Anfang Juni geplante Haltausfall der S-Bahnen verschiebt sich um mindestens zwei Monate. Hintergrund ist, dass der neue Bahnsteig in Laim nicht rechtzeitig fertig wird.
Die Bahn hatte 2025 mitgeteilt, dass die Linien S3, S4, S6 und S8, die stadteinwärts fahren, ab Juni nicht mehr in Laim halten können. Grund ist, dass der alte Bahnsteig abgerissen werden soll. Sollte das im momentanen Bauzustand geschehen, hätte der S-Bahnhof nur noch ein Gleis, das am neuen Bahnsteig liegt und stadtauswärts führt. Das zweite Gleis des neuen Bahnsteigs – stadteinwärts – ist noch nicht fertig.
Daher hat die Bahn die Bauphasen aktualisiert, heißt es auf Anfrage. „Für die nächste Bauphase am Bahnhof Laim ist ein Haltausfall bei den stadteinwärts fahrenden S-Bahnlinien S3, S4, S6 und S8 erforderlich. Dieser beginnt statt ab Anfang Juni nun im August/September.“ Ein Bahnspecher formuliert es positiv: „Die Fahrgäste können somit die bestehenden drei Bahnsteigkanten in Laim länger nutzen. Erst anschließend wird für die Bauarbeiten der 2. Stammstrecke der südliche Bahnsteig zurückgebaut.“
Bis 2028 stehen den Fahrgästen dann planmäßig nur zwei Bahnsteigkanten mit dem „angepassten“ Fahrplankonzept zur Verfügung. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert, dass trotz der S-Bahn-Sperre vergangene Woche der neue Bahnsteig nicht komplett in Betrieb ist.
Dies sei mindestens die dritte wesentliche Verzögerung beim neuen Bahnsteig in Laim. „Leider häufen sich bei diesem sehr teuren Projekt die Verzögerungen“, sagt Sprecher Andreas Frank. „Hier muss konsequent gegengesteuert werden, und bedarfsweise auch vom Land frühzeitig eskaliert werden, anstelle die immer weiteren Verzögerungen hinzunehmen.“DIRK WALTER