Der Bierpreis steht

von Redaktion

Wiesn-Mass heuer zwischen 14,80 und 15,90 Euro

Das gemeinsame Prosit auf dem größten Volksfest der Welt wird heuer teurer. Die Preise für die Mass auf der Wiesn steigen im Schnitt um 2,38 Prozent. © Gebert

Das dürfte eine Premiere sein: Erstmals senkt (!) ein Wirt die Preise für die Mass: Alexander Egger von den Münchner Stubn. Er wird heuer 15,50 Euro verlangen, 2025 waren es noch 15,80 Euro. Der Wirt hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, weil er juristisch prüfen lässt, ob Wiesnzelte europaweit ausgeschrieben werden müssen. Für den Merkur war er gestern nicht erreichbar.

Insgesamt wird die Mass auf der Wiesn heuer zwischen 14,80 und 15,90 Euro kosten. 2,38 Prozent mehr als 2025. Die Durchschnittspreise der alkoholfreien Getränke betragen pro Liter für Tafelwasser 11,13 Euro (2025: 10,95 Euro), Spezi 12,84 Euro (2025: 12,48 Euro) und für Limo 12,47 Euro (2025: 12,11 Euro). Wirte-Sprecher Peter Inselkammer spricht von einer moderaten Erhöhung. „Für uns ist der Einkauf um 6,5 Prozent teurer geworden. Wir geben die Mehrkosten nicht komplett weiter an unsere Gäste.“ Die Preise für Hendl und Co. lägen sogar auf dem Niveau des Vorjahres, sagt Wirte-Sprecher Christian Schottenhamel. „Und das, obwohl die Kosten für Security, Auf- und Abbau und Personal gestiegen sind.“ Gesunken ist aber auch die Mehrwertsteuer auf Speisen auf sieben Prozent (vorher: 19).

Wiesn-Stadträtin Anja Berger (Grüne) hatte wohl vor diesem Hintergrund gar von einer kompletten Nullrunde beim Mass-Bierpreis geträumt. „Die Mehrwertsteuer für Speisen wurde gesenkt, hier wäre eine Querfinanzierung wünschenswert gewesen“, sagt sie. Löblich sei immerhin, dass es noch Zelte gebe, die eine Mass für unter 15 Euro verkauften. „Bedauerlich ist, dass auch bei den alkoholfreien Getränken die Preise so anziehen. Wenn eine Familie einen Wiesntag verbringen will, geht das richtig ins Geld.“

SASCHA KAROWSKI

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