Am Monopteros wird ein Werbefilm gedreht. © Schmidt
Beim Kampagnentrailer für Olympia mit dabei: die Bogenschützen Katharina Bauer und Moritz Wieser. © DSB
Er galt damals als „die schönste Bogenarena aller Zeiten“: Der Englische Garten, genauer gesagt die Werneck-Wiese am Kleinhesseloher See, war bei den legendären Münchner Olympischen Spielen 1972 Schauplatz der Bogenschützen-Wettbewerbe. An diesem Samstag kann man den olympischen Sport live erleben – zwar nicht am See, aber am Monopteros. Im Rahmen der Dreharbeiten für einen Trailer zur Münchner Olympia-Bewerbung heißt es dort zwischen 15 und 19 Uhr für etliche Bogenschützen aus München: „Alle ins Gold“! Aufgepasst: Dafür werden möglichst viele jubelnde Statisten gesucht.
Die Münchner Schützenjugend ruft in den Sozialen Medien dazu auf, die Sportler vor Ort anzufeuern und am Ende mit ihnen gemeinsam auf dem Feld vor der Kamera zu jubeln, um für beeindruckende Bilder und Gänsehautmomente zu sorgen. Vor Ort dabei sein werden unter anderem die Europameister Kathi Bauer und Moritz Wieser.
Der Auftrag für den Olympia-Trailer kommt von der Bayerischen Staatskanzlei. Der Film soll in erster Linie die Stimmberechtigten des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) für den Olympiastandort München und Bayern begeistern, erklärt ein Sprecher des Innenministeriums. Die Staatskanzlei erwägt, ob sie einen Ausschnitt des Films beim Hofgartenfest zeigt.
Auch die Stadt arbeitet mit Blick auf die bevorstehende Auswahlentscheidung beim DOSB verstärkt an der Präsentation. Derzeit entstehen Filme, die die Stärken der Münchner Bewerbung klar herausstellen sollen, heißt es aus dem Sportreferat. Deshalb aktualisiert man unter anderem auch den Imagefilm, dazu gibt es Filme zur „Athletes Experience“. So wurde vergangene Woche mit einer Nachwuchs-Athletin im Olympiapark gedreht. Dabei erzählen Sportler von ihren Erlebnissen, wie etwa ein Turnier aus Athletensicht abläuft.
Der Deutsche Schützenbund (DSB) beschreibt auf seiner Homepage das legendäre olympische Bogenturnier 1972: „Die Wettkampfstätte lag auf einem historischen Gartendenkmal ersten Ranges und durfte nur provisorisch für einen einzigen Trainings- und die vier Wettkampftage angelegt werden.“ Platz für 1000 Personen boten damals die Zuschauertribünen, so der DSB. Preis auf allen Plätzen: zehn D-Mark.CARMEN ICK-DIETL