Fronleichnam: Katholiken ziehen durch die Stadt

von Redaktion

10.000 Gläubige bei Messe auf Marienplatz

Die feierliche Fronleichnams-Prozession führte am Feiertag unter anderem am Odeonsplatz vorbei. © Haag

Mehr als 10.000 Katholiken haben gestern in München das Fronleichnamsfest gefeiert. Nach einem Festgottesdienst auf dem Marienplatz führte die feierliche Prozession über die Residenzstraße zur Ludwigskirche und schließlich über die Ludwig- und Theatinerstraße zurück zum Marienplatz.

Beim Gottesdienst hatte Kardinal Reinhard Marx besonders die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. zur Herausforderung der Künstlichen Intelligenz gewürdigt. „Die Technik, die uns geschenkt wird, ist immer eine Möglichkeit“, erklärte Marx in seiner Predigt. Dabei betonte er: „Wir Menschen müssen entscheiden! Das geht nur in einer offenen, freien Gesellschaft, in die alle ihre Meinung einbringen.“

Es brauche den Dialog, um miteinander Regeln zu finden, „wie dieses Instrument auch den Menschen dienen kann“. Zugleich warnte Marx vor dem Rückfall in „alte Schablonen und Vorurteile“. „Eine offene Gesellschaft kann nicht nur eine Meinung haben, nicht nur eine Weltanschauung“, sagte er. „Sonst fallen wir zurück in die Diktatur und in eine Gesellschaft, in der einige wenige bestimmen, was wir tun sollen.“

An Fronleichnam, dem „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, zeigen Katholiken öffentlich ihren Glauben an die Gegenwart Jesus Christi im Sakrament der Eucharistie. Dazu tragen sie die geweihte Hostie in einer Monstranz durch die Straßen und beten an mehreren Altären um Gottes Segen.CLA

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