Im Armbrustschützenzelt mit Trompete.
Mit dem Papa, dem Wiesn-Wirt Peter Inselkammer
Hoch zu Ross: Franziska Inselkammer mit Mama Katharina und roten Schuhen. © Privat (3)
Doppelter Wiesn-Wechsel! Heuer zapft nicht nur zum ersten Mal der neue OB Dominik Krause (Grüne) das erste Fass an – auch ein neues Münchner Kindl übernimmt. Heute um 12 Uhr stellt der Festring Sina Hochreiter als neue Botschafterin der Stadt vor. Die Hochreiters betreiben auch das kleine Wiesnzelt Haxnbraterei.
Franziska Inselkammer (22), Münchner Kindl seit 2023, gibt damit ihr Amt ab. Mit unserer Zeitung hat sie zum Abschied in ihrem Album geblättert. „Meine Mama hat so viele Bilder gemacht, sie ist immer dabei“, erzählt sie. Katharina und Peter Inselkammer führen das Armbrustschützenzelt. Unter den Fotos sind auch viele Schnappschüsse, die nie veröffentlicht wurden – solche, die sie nicht in typischen Posen zeigen. Sondern hungrig, durstig, beim Herrichten oder mal inkognito mit Regenmantel über dem schwarz-gelben Gwand.
Apropos Gwand: Die Bilder zeigen sie immer mit derselben Kutte, nur die Schuhe haben einmal die Farbe gewechselt. „Ich hab gesehen, dass das Münchner Kindl mit roten Schuhen dargestellt wird. Und der Festring war mit der anderen Farbe einverstanden.“
Zu ihren schönsten Erinnerungen zählt ein Foto von 2023, das sie auf dem Pferd sitzend vor dem Armbrustschützenzelt zeigt. Der Trachten- und Schützenzug am ersten Wiesn-Sonntag endet ja in der Regel am Esperantoplatz. „Mein Rosserer Marinus Zengerle hat mich da aber ausnahmsweise über das Festgelände bis zu unserem Zelt begleitet.“ Eine nette Überraschung für die Familie.
Mit Marinus Zengerle sei über die Jahre eine Freundschaft entstanden, erzählt Franziska Inselkammer. „Er hebt mich immer hoch aufs Pferd und führt das Tier.“ Und viele gemeinsame Termine schweißen halt zusammen.
Ein anderes Foto zeigt sie mit ihrer Oma Steffi Maron. „Zu ihr hab ich schon als kleines Mädchen gesagt, dass ich mal Münchner Kindl werden will.“ Gesagt, getan. Bewerben muss man sich dafür beim Festring. Sie habe das Amt wahnsinnig gern ausgeübt, sagt die junge Inselkammer. „Aber man soll ja gehen, wenn’s am schönsten ist.“
Nach dem Abschluss ihres Schauspielstudiums in Wien will sie sich nun darauf konzentrieren. Bald ist sie übrigens in ihrer ersten TV-Rolle in der Krimi-Serie „Die Chefin“ im ZDF zu sehen. Und weiterhin freilich im Wiesn-Zelt ihrer Eltern.REGINA MITTERMEIER