Bayerns Seen haben sauberes Wasser. Nur der Riemer See (im Bild) war auffällig – doch es gibt Entwarnung. © Götzfried
Gute Nachrichten für alle Badefreunde: Ein erfrischender Sprung ins Wasser ist in fast allen bayerischen Badeseen empfehlenswert. Nach einer neuen Bewertung wurden 96 Prozent der 375 EU-Badestellen in Bayern als „gut“ oder „ausgezeichnet“ eingestuft, teilt das Gesundheitsministerium mit. Es gibt nur einen Ausreißer: Die Badestelle am Nordufer des Riemer Sees erhielt die Note „mangelhaft“. Doch hier gibt es bereits Entwarnung.
Das Baden im Riemer See ist bedenkenlos möglich, heißt es von der Stadt. Die Bewertung „mangelhaft“ beruhe rein auf dem statistischen Verfahren, das für EU-Messstellen vorgeschrieben ist. Danach werden immer die Messwerte der vergangenen drei Jahre genutzt. In Riem gab es 2023 und 2024 je eine schlechte Probe. Höchstwahrscheinlich war der Kot von Wasservögeln die Ursache. Bei Kontrolluntersuchungen gleich am nächsten Tag sei wieder alles im grünen Bereich gewesen, erklärt eine Sprecherin des Gesundheitsreferats. Trotzdem zählen die Ausreißer in der Statistik und sorgten nun für die Mangelhaft-Bewertung. „Aktuell besteht am Nordufer des Riemer Sees kein Badeverbot“, bestätigt der Sprecher des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die bisherigen Untersuchungsergebnisse der laufenden Saison – seit Mai wird kontrolliert – seien unauffällig. Generell würden die Messergebnisse nur Momentaufnahmen darstellen. So könne sich beispielsweise bei Starkregen die hygienische Wasserqualität bei manchen Seen sehr schnell verschlechtern.
Die Stadt hat trotzdem seit Sommer 2024 mehrere Maßnahmen eingeleitet, um schlechte Proben zu verhindern. So werden die Grünflächen öfter gemäht, dadurch werde der Vogelkot mit abgesammelt und könne nicht mehr in den See gelangen. Hinzu kommen krähensichere Mülleimer und ein strengeres Fütterungsverbot. Seitdem seien die Proben durchweg unauffällig. Das Gesundheitsreferat kontrolliert die Wasserqualität in den acht Münchner Badeseen regelmäßig durch mikrobiologische Wasseruntersuchungen und Ortsbegehungen.
Auch die anderen offiziellen EU-Badestellen an rund 290 bayerischen Seen werden in der Badesaison von den Gesundheitsämtern überwacht. In diesem Jahr hat das LGL seit Ende April 750 Wasserproben ausgewertet. Die Proben werden auf die Darmbakterien „Escherichia coli“ und „Intestinale Enterokokken“ sowie bei Verdacht auf eine erhöhte Konzentration von Blaualgen auch auf diese untersucht. Die bisherigen Ergebnisse weisen auf gute Wasserqualität hin. Lediglich drei weitere Badestellen in Unterfranken wurden nur mit „ausreichend“ beurteilt. Einen Überblick über die Ergebnisse gibt es auf einer Badegewässerkarte auf der Homepage des LGL (www.lgl.bayern.de) sowie für die acht Münchner Seen unter www.muenchen.de/badeseen.CLA, ICK