Erinnerungszeichen: Lina und Armand Oster wurden 1941 ermordet. © Stadtarchiv
Am kommenden Dienstag werden an der Winzererstraße 52 (Schwabing-West) Erinnerungszeichen für Lina und Armand Oster gesetzt. Die Gedenkveranstaltung findet um 15 Uhr im Stadtarchiv statt (Winzererstraße 68), eine Stunde später wird das Zeichen angebracht.
Lina, geboren 1885 in Schweinfurt, heiratete Armand (geb. 1883 in Köln) 1913 und zog mit ihm in die Winzererstraße. Er studierte Medizin, lebte seit 1912 in München und diente im Ersten Weltkrieg als Arzt. 1913 wurde ihr Sohn Kurt Rolf geboren, 1919 ihre Tochter Liselotte. Armand war u. a. Vorsitzender des Schachklubs Lasker und trat 1929 dem FC Bayern München bei. Lina kümmerte sich daheim um die Familie.
Nach der Machtergreifung der Nazis durfte Armand seit 1938 nicht mehr arbeiten. Drei Jahre später wurde das Ehepaar nach Kaunas deportiert und 1941 ermordet. Ihre beiden Kinder konnten 1939 ins Ausland fliehen.MM